Frauen legen los - Sechs heiße Tipps zum Bundesliga-Start
Am Wochenende startet die Frauenfußball-Bundesliga in die neue Saison. SPORT BILD stellt sechs heiße Thesen auf.
Alles andere als die fünfte Meisterschaft für Bayern in Folge wäre eine Riesensensation. Aber ich bin sicher: Diesmal werden es keine 16 Punkte Vorsprung wie zuletzt. Dafür ist der Münchener Kader nicht tief genug, die Aufgaben in der Champions League zu hart und die Konkurrenten etwas verbessert. Und: Je länger die vielen auslaufenden Verträge nicht verlängert werden, desto unruhiger wird es intern.
Bayern, Wolfsburg und Frankfurt unter den ersten drei – so ist es seit fünf Jahren. Doch diesmal wird die Spitze ein bisschen bunter. Union hat das Zeug für vorn, schafft den Sprung aber noch nicht ganz. Stattdessen landet Leverkusen auf einem der drei internationalen Plätze. Dafür hat Bayer den Kader zusammengehalten und bisher selbst lukrative Angebote für Stars wie Carlotta Wamser (22) abgelehnt. So greift Leverkusen sogar Wolfsburg an, wird am Ende aber hinter dem VfL Dritter.
Der VfB hat sich einen spannenden Kader aus erfahrenen Spielerinnen wie der italienischen Nationaltorhüterin Laura Giuliani (33) und Top-Talenten wie U19-Nationalspielerin Rosa Rückert (19) zusammengestellt. Damit haben sie nichts mit dem Abstieg zu tun und spielen sich gleich ins Tabellen-Mittelfeld.
Mitaufsteiger Mainz wird es am schwersten haben, in der Liga zu bleiben. Gegen den zweiten Abstiegsrang müssen sich der HSV und Nürnberg am meisten wehren. Aber diesmal muss auch mindestens ein Team ganz lange zittern, das eigentlich andere Ziele hat: Freiburg, Bremen oder Leipzig.
Wer nicht mindestens einmal in die Alte Försterei geht, der verpasst was. Spannender und noch stärkerer Kader, mit Marie-Louise Eta (35) eine herausragende Trainerin und ein Stadion mit einer ganz besonderen Aura. Das wird noch mal mehr Fans anziehen als in der vorigen Saison, als Union mit über 106 000 (Schnitt 8200) die meisten Besucher angelockt hatte.
Wann Lena Oberdorf (24) wieder volle Pulle in der Bundesliga geben kann, ist noch offen. Aber die Mittelfeldspielerin wird nach zwei Kreuzbandrissen in den vergangenen zwei Jahren in dieser Saison eine feste Größe bei den Bayern. „Obi“ spielt sich wieder in einen so starken Rhythmus, dass Bundestrainer Christian Wück (53) nicht an ihr vorbeikommt und sie mit zur WM 2027 nach Brasilien nimmt.
Die Dichte an Stars und bekannten Namen in der Bundesliga nimmt immer mehr ab. Und doch lohnt sich der Blick auf echte Highlight-Spielerinnen. Wamser in Leverkusen, Franziska Kett (21) bei Bayern, Camilla Küver (23) in Wolfsburg sind die Zukunft der deutschen Nationalelf. Doch der neue Superstar der Liga kommt aus Japan. Momoko Tanikawa (21) hat in der vergangenen Saison angedeutet, wie groß ihr Talent ist. In dieser Saison dribbelt die Mittelfeldspielerin des FC Bayern ihre Gegnerinnen reihenweise schwindelig.
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