Trotz Kontaktverbot: Frau erstochen – Ex-Mann wegen Mordes angeklagt
Zwei Tage nach dem Scheidungsantrag eskaliert die Situation: Was über die Vorgeschichte, die Tat und die Ermittlungen bekannt ist – und was die Staatsanwaltschaft dem Mann vorwirft.
Nach dem Fund einer erstochenen Frau im Kreis Ahrweiler hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage wegen Mordes gegen einen 42-Jährigen erhoben.
Sie wirft dem Angeschuldigten vor, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau am 28.
Mai mit Messerstichen unweit von Wirft in der Verbandsgemeinde Adenau getötet zu haben.
Knapp ein Jahr zuvor soll sich die Frau unter anderem wegen häuslicher Gewalt von dem Mann getrennt haben und mit den gemeinsamen Kindern ausgezogen sein, wie die Staatsanwaltschaft schildert.
Früheren Angaben zufolge war sie 29 Jahre alt.
Der tunesische Staatsangehörige soll die Trennung nicht akzeptiert und ihr daraufhin nachgestellt haben.
Auch eine gerichtliche Gewaltschutzverfügung, die meist Kontakt- und Näherungsverbote beinhaltet, habe daran nichts geändert.
Kurz vor ihrem Tod reichte die Frau die Scheidung ein, wie es weiter heißt.
Der Antrag sei dem Mann zwei Tage vor der Tat zugestellt worden.
Mord aus Heimtücke? Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, die Frau auf einem Parkplatz mit einem Messer angegriffen und so schwer verletzt zu haben, dass sie sich nicht mehr wehren konnte.
Danach habe er sie an einen weniger öffentlichen Ort gebracht und sie dort „entsprechend des von ihm vorgefassten Tatplans durch weitere Messerstiche getötet“, wie es in der Anklage heißt.
Es sei ein Mord aus Heimtücke sowie aus niedrigen Beweggründen gewesen.
Bereits am Tag der Tat war die 29-Jährige als vermisst gemeldet worden.
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