Gut 65.000 Wörter: „Döns“ und „Schnack“ - Pommersches Wörterbuch vollendet
Vor rund 100 Jahren begann die Arbeit am Pommerschen Wörterbuch.
Nun wurde der letzte Teil publiziert.
Das Projekt hat eine bewegte Geschichte.
Für einen Beteiligten geht es um mehr als nur Wörter.
Rund 100 Jahre nach seinen Anfängen ist das Pommersche Wörterbuch vollendet.
Darin finden sich nach Angaben der Universität Greifswald Wörter wie „Schnack“, etwa Gerede oder Geplauder, aber auch die „Döns“, ein aus dem Slawischen entlehntes Wort für die beheizbare Stube in einem Bauernhaus.
Das Werk umfasse gut 65.000 Wörter und dokumentiere den dialektischen Wortschatz der ehemaligen preußischen Provinz Pommern.
Nachdem der erste Teil mit den Buchstaben A bis K bereits gebunden als ein Buch existiere, lägen die 13 Lieferungen, die Stück für Stück für die übrigen Buchstaben publiziert worden seien, bislang nicht als ein Band vor, erklärte Matthias Vollmer, Leiter der Arbeitsstelle Pommersches Wörterbuch.
Das Projekt hat nach Angaben der Universität eine wechselhafte Geschichte.
Demnach begann Wolfgang Stammler bereits 1925 die Wörterbuchstelle an der Universität Greifswald .
1945 seien aber fast alle gesammelten Daten dem Krieg zum Opfer gefallen.
1947 habe Hans-Friedrich Rosenfeld die Arbeit wieder aufgenommen - nun koordiniert von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.
Rund 1,2 Millionen Belegzettel Ende der 1960er Jahre habe das Archiv rund 1,2 Millionen Belegzettel umfasst.
Diese Zettel dokumentieren auf Grundlage der Angaben von Sprechern und Sprecherinnen des pommerschen Plattdeutsch Bedeutung und die geografische Verbreitung eines Wortes sowie die sprachlichen Kontexte, in denen es bezeugt ist.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.