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"Müssen Grenzen überschreiten": Warum der Denkmalschutz neue Wege gehen sollte

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"Müssen Grenzen überschreiten": Warum der Denkmalschutz neue Wege gehen sollte

Hitze und Extremwetter machen nicht nur Lebewesen zu schaffen, auch alte Gebäude und historische Gärten leiden. Wie muss sich Denkmalpflege im Klimawandel aufstellen - auch zum Schutz von Menschen?

Die große Hitze dieses Jahres ist überstanden, doch der nächste Sommer kommt bestimmt - die Politik streitet über die Kosten und Zuständigkeiten für bessere Maßnahmen zum Hitzeschutz. Die sind teuer, werden selbst in prominenten Fällen aber auch dort nicht umgesetzt, wo ohnehin hohe Summen investiert werden. Von der notwendigen Verschattung der Städte ist die Rede und der Schaffung von Zonen, in denen sich Menschen bei mehr als 30 Grad aufhalten können. Da wundert es doch, dass auf dem für 21 Millionen Euro sanierten Gendarmenmarkt in Berlin keine Bäume Schatten spenden - laut Umweltverwaltung aufgrund strenger denkmalpflegerischer Vorgaben.

"Es ist wirklich an der Zeit, dass wir in der Denkmalpflege vom Wissen über die Begleiterscheinungen des Klimawandels in ein schützendes und bewahrendes Handeln kommen", sagt Ingrid Scheurmann, Historikerin und Honorarprofessorin für Denkmalpflege an der TU Dortmund, im Gespräch mit ntv.de. "Das können wir auf alle Bereiche der Gesellschaft anwenden: Wir brauchen die Bereitschaft, uns dieser Veränderungen anzunehmen, uns über die Risiken bewusst zu werden und entsprechende Schutz- und Anpassungsmaßnahmen vorzunehmen. Da sehe ich noch erhebliche Defizite."

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