Hoffnung auf neue Technologie: Tandemzellen sollen den Solarmarkt umkrempeln
Reine Siliziumzellen beherrschen den Solarmarkt, stoßen aber physikalisch an ihre Grenzen. Tandemzellen mit Perowskit-Schicht versprechen deutlich mehr Ausbeute aus dem Sonnenlicht. In Brandenburg läuft bereits eine erste Produktionslinie.
Tandemsolarzellen sind ein Entwicklungstrend bei der Solarenergie. Durch die Kombination von mehreren Solarzellen erweitern sie das Spektrum des ausgeschöpften Sonnenlichts. Das steigert die Ausbeute an elektrischer Energie gegenüber klassischen Siliziummodulen erheblich.
Ein Material mit geringer Bandlücke - wie das heute dominierende Silizium - kann zwar sehr viele Photonen, also einen großen Teil des Sonnenspektrums, absorbieren. Aber ein Großteil der Energie, die im kurzwelligen Bereich des Sonnenspektrums enthalten ist, wird in Materialien mit kleinen Bandlücken nicht in elektrische Energie umgewandelt, sondern geht als Wärme verloren, erklärt Robby Peibst. Er forscht seit 2010 am ISFH (Institut für Solarenergieforschung GmbH) in Emmerthal und leitet dort seit 2013 die Forschungsgruppe "Solarzellen der nächsten Generation".
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