Bahnprojekt: S-Bahn im 10-Minuten-Takt soll Ausbau nach Elmshorn retten
Ein viergleisiger Ausbau zwischen Pinneberg und Elmshorn könnte eine Milliarde Euro kosten.
Welche Zugvariante sich laut Gutachten rechnet – und was die Vorplanung jetzt in den Blick nimmt.
Nach dem Willen der schleswig-holsteinischen Landesregierung sollen künftig S-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt zwischen Pinneberg und Elmshorn pendeln.
Das sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel in Tornesch.
Dort wurde ein neues Gutachten zum geplanten viergleisigen Ausbau der für Pendelnde wichtigen Bahnstrecke vorgestellt.
Die Regionalbahnzüge von Elmshorn zum Hamburger Hauptbahnhof im 30-Minuten-Takt blieben bei einer S-Bahn-Lösung ebenso erhalten wie die Regionalexpress-Züge der Linien Hamburg-Flensburg/Kiel/Westerland, sagte Henckel.
Für den Ausbau der rund 15 Kilometer langen Bahnstrecke rechnet die Deutsche Bahn (DB) mit Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro.
Mehr Sitzplätze „Die S-Bahn wird auf jeden Fall auch zwei neue Stationen, Elmshorn-Süd und Pinneberg-Nord, bedienen und damit viele Fahrgäste näher an die Bahn bringen“, sagte Henckel.
Mit einer S-Bahn kann nach Darstellung der Landesregierung die Sitzplatzkapazität auf der Strecke in der Hauptverkehrszeit um 60 Prozent steigen.
Bei einer Regionalbahn-Variante seien dagegen nur 18 Prozent Sitzplätze mehr möglich.
Die S-Bahnen verbänden Elmshorn, Tornesch und Prisdorf umsteigefrei mit Eidelstedt, Altona (alt), Reeperbahn, Landungsbrücken, Jungfernstieg und Hamburg Hauptbahnhof.
Durch den Zehn-Minuten-Takt könnten Fahrgäste ohne längere Wartezeiten schnell den nächsten Zug erreichen, sagte die Staatssekretärin.
Schon heute nutzten mehr Fahrgäste aus Pinneberg die S-Bahn als die Regionalbahnzüge.
Offizielle Angaben zum Zeithorizont des Bahnprojekts gibt es bislang zwar nicht.
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