Gefahr auf Weltmeeren: Piratenangriffe auf niedrigstem Stand seit mehr als 30 Jahren
Weniger Piraten, weil härteres Durchgreifen? Dass die Ozeane so sicher wie lange nicht mehr sind, stimmt zwar.
Es kommt aber auf die Defintion an.
Internationale Seewege sind zwar weiterhin bedroht, die Gefahr der Piraterie ist aber nach der Statistik der Internationalen Handelskammer (ICC) gesunken.
51 Angriffe und versuchte Angriffe auf den Weltmeeren zählte eine zur Handelskammer gehörende Meldestelle in den ersten neun Monaten des Jahres.
Das waren weniger als halb so viele wie im Vorjahreszeitraum.
Laut ICC handelt es sich um den niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten.
Die Meldestelle mit Sitz in London begründete den Rückgang mit verstärkten Kontrollen und Ermittlungserfolgen von Behörden.
So sei es indonesischen Behörden schon vergangenes Jahr gelungen, zwei Gruppen festzunehmen, die für Überfälle in der Straße von Singapur verantwortlich gewesen seien.
In der Folge seien die Vorfälle in der recht gefährlichen Seestraße zurückgegangen.
Zahl der Piratenangriffe gesunken Der Generalsekretär von ICC Deutschland, Oliver Wieck, nannte die Abnahme der Angriffe ein „positives Signal“.
Der Rückgang dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Seeleute und Schiffe weiter gefährdet seien.
Von den 51 angegriffenen Schiffen wiesen laut Statistik vier einen Bezug zu Deutschland auf.
Das kann bedeuten, dass die Schiffe deutschen Reedern gehören oder sie von einem deutschen Unternehmen verwaltet werden.
Die Namen der Schiffe werden in dem Bericht der Meldestelle nicht genannt.
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