„Das gewisse Etwas“ - Das ist der berührendste Film des Jahres
Berlin – Sie ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Auch er ist auf dem Weg, ganz oben mitzuspielen. Gemeinsam haben sie einen der berührendsten Filme des Jahres gedreht. Denn: „Das gewisse Etwas“ (Kinostart: 3. September) beweist uns allen, dass das Leben miteinander sehr viel bereichernder ist als ohne einander. Mala Emde (30, „Köln 75“, „Und morgen die ganze Welt“) und Frangiskos Kakoulakis (28) sind zwei der Hauptdarsteller einer besonderen Komödie , die Schauspieler mit und ohne Beeinträchtigungen vor der Kamera versammelt. Nicht voyeuristisch, nicht wertend, sondern selbstverständlich.
„Dass wir diesen Film gemacht haben, ist für mich das Allerschönste“, sagt Frangiskos Kakoulakis zu BILD. Schon als Teenager spielte er erste Rollen an der Schule. „Irgendwann habe ich als Koch gearbeitet, aber das hat mir nichts getaugt. Das war wie ein Hobby. Ich wollte immer, dass die Schauspielerei eines Tages mein Beruf wird.“ Es folgte eine dreijährige Ausbildung an der Freien Bühne. Seit 2021 war Kakoulakis regelmäßig an den Münchner Kammerspielen zu sehen, aktuell am Volkstheater. Eine Erfolgsgeschichte: „Heute bin ich nicht nur Schauspieler, sondern auch DJ und Synchronsprecher.“
Seine Eltern, erzählt Frangiskos Kakoulakis auf eine Frage von Mala Emde, haben ihn bei allem immer unterstützt. Sie nickt. Ihre Mutter ist Festivalleiterin, ihr Vater ein renommierter Künstler. „Ich bin ja mit 400 Schafen aufgewachsen, das weiß Frangiskos gar nicht. Aber in dem Wunsch, diesen Beruf auszuüben, sind wir uns sehr ähnlich. Ich hatte mit sieben schon den Wunsch. Ich war also jünger als du. Ich wollte einfach immer nur spielen. Und diese Spielfreude haben wir beide sehr stark.“
Wie oft kommt es im Alltag vor, dass Menschen voreingenommen sind? „Das erlebe ich eigentlich nicht oft“, sagt Frangiskos Kakoulakis. „Wir sind ja alle Menschen. Und wenn ich im Alltag mal etwas nicht schaffe, dann helfen mir die Leute und akzeptieren mich so, wie ich bin. Ich gehe einfach raus – und dann fliege ich ...“ Mala Emde lächelt. „Du fliegst immer noch!“ Frangiskos Kakoulakis lächelt zurück. „Danke. Und manchmal müssen einem die anderen Menschen auch egal sein.“ War das immer schon so? Kakoulakis: „Nein, das musste ich lernen. Und man lernt immer weiter. So wie ich mich durch mein Leben gekämpft habe, habe ich aber viel mehr gelernt als gekämpft.“
„Darf ich dir eine Frage stellen, Frangiskos?“, sagt Mala Emde nach einer kurzen Atempause. „Ja, gern“, antwortet er. „Gibt es etwas, das du dir für Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft wünschen würdest?“
Er zögert einen Moment. „Gute Frage. Ich würde allen sagen: Macht weiter! Geht euren Weg! Egal, wie wir Menschen sind, wer wir sind und was wir haben – wir müssen unseren Weg gehen. Und wir müssen alle Menschen den Weg gehen lassen, den sie gehen wollen. Und deshalb bin ich auch froh, dass ich diesen Film gemacht habe. Ja, ich habe Trisomie 21. Aber ich bin fit! Ich kann Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen nur wünschen, nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen.
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