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Kultur

Debatte um Alphaville-Rauswurf - Das Festival-Aus von Alphaville spaltet die Leser

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Debatte um Alphaville-Rauswurf - Das Festival-Aus von Alphaville spaltet die Leser

Das „Glücksgefühle-Festival“ soll seinen Gästen Musik, Spaß, gute Laune und jede Menge Glücksgefühle bieten. Doch die kurzfristige Ausladung der deutschen Kultband Alphaville, bekannt für Hits wie „Forever Young“, sorgt bei vielen Fans für große Enttäuschung. In der aktuellen BILD-Debatte wird rege diskutiert: War es richtig, dass Alphaville vom „Glücksgefühle“-Festival ausgeladen wurde?

Hier erfahren Sie die Gründe für die Ausladung, wie BILD-Leser darüber denken und wie Sie selbst mitdiskutieren können.

Die Band Alphaville, die in den 80er-Jahren mit Titeln wie „Big in Japan“ oder „Forever Young“ weltweite Bekanntheit erlangte, sollte ursprünglich am 4. September auf dem „Glücksgefühle“-Festival auftreten. Zuvor verlangte Veranstalter Markus Krampe (55) von der Band die Zusicherung, politische Aussagen und Aufrufe auf der Bühne zu unterlassen. Dieses Zugeständnis wollte die Band allerdings nicht machen. Infolgedessen wurde der Auftritt kurzerhand abgesagt . Zuvor hatte sich die Band bei einer anderen Veranstaltung gegen die AfD und rechtsradikale Tendenzen geäußert.

Krampe begründet die Ausladung mit dem Anspruch, das Festival unpolitisch zu halten: „Uns geht es dabei ausdrücklich nicht um die politische Haltung von Marian Gold oder Alphaville. [...] Unsere Bühne soll der Musik gehören, nicht politischen Auseinandersetzungen.“

Sänger Marian Gold kritisiert die Vorgabe als „Maulkorberlass“ und als Einschnitt in die Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit: „Dass eine derartige Einschränkung der Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit nun auf einem der größten Popfestivals Deutschlands angekommen zu sein scheint, empfinden wir als absolut untragbar und erschütternd.“

Mittlerweile ist Krampe zurückgerudert und hat sich öffentlich für die Ausladung entschuldigt : „Wie wir gehandelt haben, war in der Tat ein Fehler. Das tut mir leid.“ Zugleich lud er Alphaville ein, doch noch wie geplant beim Festival aufzutreten. Ob die Band die Einladung annimmt, ist bislang unklar.

Wie denken BILD-Leser darüber? War die Ausladung richtig, weil sich Alphaville nicht an die Vorgaben des Veranstalters halten wollte? Oder hätte die Band auch auftreten dürfen, ohne zuvor den Verzicht politischer Statements zuzusichern?

Nach über 12.500 abgegebenen Stimmen ist die Debatte noch in vollem Gange. Ein klares Bild zeichnet sich bislang nicht ab: Eine Hälfte hält die Entscheidung des Veranstalters für richtig, die andere Hälfte nicht.

Viele Befürworter unterstützen die Entscheidung des Veranstalters. Sie argumentieren, dass Besucher ein Ticket kaufen, um Musik zu hören und einen unbeschwerten Abend zu verbringen, nicht um politische Botschaften vermittelt zu bekommen. BILD-User Kay-Helge Hercher schreibt: „Wer ein Ticket für ein Musikfestival kauft, will feiern, abschalten und zu den alten Hits tanzen und sich nicht von der Bühne herab ungefragt moralisch belehren lassen.“ Sein Fazit: „Ein Pop-Festival ist kein moralisches Seminar.“

Auch andere User sehen keinen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Sie verweisen darauf, dass Alphaville ihre Ansichten weiterhin öffentlich vertreten könne. BILD-User Tobias Peter argumentiert:

Ähnlich argumentiert BILD-User Klara Wasser.

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