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Trotz hoher Umfragewerte: AfD-Chefin Weidel unter Druck

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Trotz hoher Umfragewerte: AfD-Chefin Weidel unter Druck

Die AfD könnte in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellen. Im Bund führt sie die Umfragen an - trotz massiver Probleme. Heute ist AfD-Chefin Weidel im ZDF-Sommerinterview.

Alice Weidel gilt unangefochten als das Gesicht der AfD . Spätestens seit ihrer Kanzlerinnenkandidatur bei der Bundestagswahl 2025 ist die Hierarchie zwischen ihr und ihrem Co-Parteichef Tino Chrupalla geklärt. Chrupalla scheint sich damit (zumindest nach außen) abgefunden zu haben.

Der AfD-Parteitag in Erfurt Anfang Juli stand deshalb auch in dieser Hinsicht sinnbildlich für den aktuellen Zustand der Partei: Zum einen holte Weidel bei ihrer Wiederwahl ein besseres Ergebnis als Chrupalla, zum anderen lief der Parteitag dermaßen reibungslos ab, dass sich ab Nachmittag des ersten Tages hartnäckig in der Messehalle das Gerücht hielt, der ursprünglich zweite eingeplante Tag könne sogar ausfallen.

Drei Signale gingen von diesem Parteitag aus: erstens das der Professionalität der 2017 von Alexander Gauland als "gäriger Haufen" bezeichneten Partei. Zweitens das der Geschlossenheit. Und drittens das der ungemindert weiter laufenden Radikalisierung.

Der letzte Punkt läuft diametral zur Entwicklung der meisten europäischen rechtspopulistischen Parteien. Marine Le Pens Rassemblement National war die treibende Kraft hinter dem Rauswurf der AfD aus der ID-Fraktion im Europaparlament - zu radikal. Und über Giorgia Meloni rümpft die AfD mittlerweile die Nase. Zu pro-EU, zu pro-Ukraine ist die italienische Regierungschefin der AfD. "Melonisierung" ist der gängige Begriff dafür in der AfD, die sich davon abgrenzt.

Das ganze ZDF-Sommerinterview mit AfD-Chefin Alice Weidel sehen Sie am heutigen Sonntag, den 23.08.2026, ab 19:10 Uhr im ZDF und auf der ZDF-Streamingplattform.

Auf den ersten Blick gibt der Erfolg der Partei recht. In Sachsen-Anhalt könnte die AfD erstmalig einen Regierungschef stellen, sollte sie dort bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit erringen. Das könnte so kommen. Seit Monaten ist der blaue AfD-Balken auch in den bundesweiten Umfragen deutlich höher als der schwarze der Unionsparteien.

Nur: Um regieren zu können, bräuchte die AfD die absolute Mehrheit. Zum einen will keine Partei mit ihr koalieren, zum anderen sieht die AfD keinen Anlass zur Mäßigung. Mit "dieser CDU", so Weidel auf dem Parteitag, könne es keine Zusammenarbeit geben.

Klingt sehr selbstbewusst und optimistisch - aber: Es gärt weiter in der AfD. Zwar nicht mehr ganz so großflächig wie noch 2017, immerhin aber im größten Landesverband NRW, wo nächstes Jahr Landtagswahlen anstehen. Der Listenaufstellungsparteitag wird in der Partei nur noch als "Schlacht von Marl" bezeichnet, nachdem sich "Gemäßigte" hinter dem Landeschef Martin Vincentz auf der einen Seite und Völkische hinter dem Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich auf der anderen Seite gegenseitig erst mit Beleidigungen und anschließend mit Androhung von Klagen überzogen.

Die Versuche der Parteispitze, Ordnung in die Sache zu bringen, scheiterten bisher.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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