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Deutschland

Lautern-Kapitän nach Skandal-Spiel - „Pferde-Scheiße im Sechzehner“

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Lautern-Kapitän nach Skandal-Spiel - „Pferde-Scheiße im Sechzehner“

Die kurioseste Szene eines chaotischen Pokal -Abends! Das Südwest-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ( 0:1 n.V. ) entwickelte sich zu einem der größten Pokal-Skandale der vergangenen Jahre. Platzsturm, Raketen und zahlreiche Verletzte überschatteten den späten Lauterer Sieg komplett. Und: Auch Pferde-Scheiße spielte nach dem Abpfiff eine Rolle.

Nach 90 torlosen Minuten eskalierte die Partie völlig, auf den Rängen herrschte Chaos. Nachdem Feuerwerkskörper aus dem FCK-Block in den Sitzplatzbereich geschossen worden waren, stürmten Waldhof-Anhänger das Feld. Hundertschaften der Polizei rückten an, teilweise auf Pferden. Dass die Partie nach rund 30 Minuten Unterbrechung überhaupt fortgesetzt werden konnte, grenzte an ein Wunder.

Kurios dabei: Von den dramatischen Szenen bekamen die Spieler zunächst kaum etwas mit. Lauterns Kapitän Marlon Ritter (31) verriet später grinsend: „Das Einzige, woran wir gemerkt haben, dass die Pferde da waren: Als wir weiterspielen wollten, lag noch Pferde-Scheiße von den Polizeipferden mitten im Sechzehner.“

Deshalb musste Schiedsrichter Robert Schröder die Partie sogar noch einmal stoppen. Ritter berichtete weiter: „Der Schiedsrichter hat ganz klar gesagt: ,Das muss jetzt erst mal einer wegräumen. Vorher können wir nicht weiterspielen.‘“

Nach Angaben der Polizei wurden bei den Ausschreitungen 35 Beamte leicht verletzt. Insgesamt waren rund 1400 Sicherheitskräfte im Einsatz. 85 Personen mussten medizinisch versorgt werden, acht kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Trotzdem wurde die Partie noch fortgesetzt. Sportlich blieb sie lange zäh. Erst in der letzten Minute der Verlängerung sorgte Ibrahim Kanaté (19) für die Entscheidung, als er den Ball aus rund 20 Metern über Waldhof-Keeper Müller hinweg in den Winkel lupfte.

Während in Kaiserslautern über den Einzug in die zweite Runde gejubelt wurde, dürfte die Aufarbeitung der Ausschreitungen noch lange andauern. Das Hass-Derby wird am Ende wohl nicht wegen Kanatés Traumtor in Erinnerung bleiben, sondern wegen der erschreckenden Bilder auf den Rängen – und wegen einer Portion Pferde-Scheiße im Strafraum.

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