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Facebook-Mutterkonzern: Prozess gegen Meta in den USA gestartet – ehemaliger Mitarbeiter sagt aus

Stern ·
Facebook-Mutterkonzern: Prozess gegen Meta in den USA gestartet – ehemaliger Mitarbeiter sagt aus

Für den Facebook-Konzern Meta steht viel auf dem Spiel: Es geht um mögliche Strafen in dreistelliger Milliardenhöhe und grundlegende Änderungen an den Plattformen.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat zum Auftakt eines wegweisenden Prozesses den Vorwurf zurückgewiesen, seine Plattformen absichtlich so gestaltet zu haben, dass Kinder und Jugendliche süchtig werden.

Eine Gruppe von 29 US-Bundesstaaten verklagt das Unternehmen und fordert Strafen in Höhe von potenziell hunderten Milliarden US-Dollar sowie weitreichende Änderungen an den Apps Facebook und Instagram.

Die Kläger werfen Meta vor, seine Dienste gezielt so entwickelt zu haben, dass junge Nutzer gefesselt werden.

Dies habe zu Angstzuständen, Depressionen und sogar Suiziden beigetragen.

Anwalt von Meta weist Vorwürfe zurück Zudem habe der Konzern die Öffentlichkeit über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht.

Der Prozess, der als bisher größte rechtliche Prüfung der Auswirkungen von sozialen Medien auf junge Menschen gilt, begann am Dienstag vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, und soll bis zu sieben Wochen andauern.

Das Geschäftsmodell von Meta sei es, „die Nutzer anzufixen, sie so lange wie möglich festzuhalten, ihre Daten zu ernten und dann die Wahrheit vor der Öffentlichkeit zu verbergen“, sagte die stellvertretende Generalstaatsanwältin von Kalifornien , Megan O’Neill, vor der Jury.

Ein Anwalt von Meta entgegnete, es gebe keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem mangelnden Wohlbefinden von Jugendlichen.

Whistleblower im Zeugenstand Als erster Zeuge der Bundesstaaten kam der ehemalige Facebook-Mitarbeiter Arturo Béjar zu Wort, der den Konzern inzwischen als Whistleblower kritisiert.

Er sei nach dem Ausscheiden beim Konzern 2015 durch Erlebnisse seiner damals 14-jährigen Tochter bei der Nutzung von Instagram auf die Missstände aufmerksam geworden, sagte Béjar.

Sie habe unter anderem Sex-Angebote und Fotos von Genitalien zugeschickt bekommen.

Deshalb sei er 2019 als Berater zu Meta zurückgekommen, um die Plattformen sicherer zu machen.

Danach habe er die Firmenspitze gewarnt, dass junge Nutzer 100- bis 400-mal mehr schädliche Inhalte angezeigt bekämen als von der Meta-Statistik erfasst.

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