Nerv-Feature in beliebter KI - ChatGPT zeigt bald Werbung – so werden Sie sie los
Millionen Menschen nutzen ChatGPT; bald mischen sich dabei auch Werbeanzeigen in die Gespräche. OpenAI öffnet die Tür für Reklame und will damit Milliarden verdienen. Für Nutzer in Deutschland gibt es aber einen überraschenden Ausweg: Wer clever vorgeht, kann ChatGPT weiter kostenlos und werbefrei nutzen.
Bisher war ChatGPT weitgehend werbefrei. Damit ist jetzt Schluss! Nach Werbetests in den USA und anderen Ländern bringt OpenAI die Anzeigen auch nach Deutschland, meldet unter anderem das IT-Portal t3n . Schon Ende August könnten die ersten Nutzer Reklame direkt unter den Antworten der KI sehen.
Die Anzeigen werden als „Sponsored“ gekennzeichnet. Welche Werbung auftaucht, kann vom aktuellen Thema des Chats abhängen. Wer mit ChatGPT über den nächsten Urlaub plaudert, könnte also Reise-Werbung bekommen. Auch Angaben wie Standort, Sprache oder Gerät können eine Rolle spielen.
Wer jetzt denkt, nur ein teures Abo könne die Reklame stoppen, irrt! OpenAI plant eine kostenlose, werbefreie Variante. Allerdings gibt es dafür einen Haken: Nutzer müssen mit niedrigeren Nutzungslimits und Einschränkungen bei Funktionen wie Bildgenerierung oder „Deep Research“ (also der besonders intensiven Recherche) leben. Wer zumindest ohne Text-Limit arbeiten will, kann auf die uneingeschränkte Gratis-Version von ChatGPT zurückgreifen.
Für Deutschland gibt es zudem besonderen Datenschutz. Personalisierte Werbung ist in der EU zunächst abgeschaltet. Frühere Chats und gespeicherte Erinnerungen werden also nicht automatisch für Werbezwecke ausgewertet. Wer personalisierte Anzeigen möchte, muss dies ausdrücklich erlauben.
Bezahlte Anzeigen sollen laut OpenAI keinen Einfluss auf die Antworten der KI haben und klar vom Chat getrennt bleiben. Auch die Gespräche selbst sollen tabu sein. Werbekunden bekommen nach Angaben des Unternehmens keinen Zugriff auf Chats, Erinnerungen oder persönliche Daten. Nutzer können Werbung außerdem ausblenden und melden.
Für OpenAI geht es um gigantische Summen. Das Unternehmen will mit Werbung langfristig bis zu 100 Milliarden Dollar Umsatz erzielen. Ob das gelingt, ist allerdings umstritten. Fest steht: ChatGPT wird vom kostenlosen KI-Helfer immer mehr zum Milliarden-Geschäft.
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