Meta vor Gericht: Prozess um Social-Media-Sucht: Instagram-Chef räumt Versäumnisse ein
Der Konzern Meta muss sich in den USA wegen des Vorwurfs verantworten, Minderjährige mit seinen Online-Netzwerken abhängig zu machen. Jetzt sagt Instagram-Chef Mosseri aus, einen wichtigen Punkt verschwiegen zu haben.
Im US-Prozess gegen den Meta-Konzern wegen Social-Media-Sucht hat Instagram-Chef Adam Mosseri Versäumnisse eingeräumt. Instagram verschwieg bei der Einführung neuer Funktionen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzern, dass diese in Testphasen kaum genutzt worden waren, wie Mosseri am Dienstag in seiner Aussage vor Gericht sagte. Die "enttäuschend niedrige Nutzungsrate" habe sich seitdem aber "deutlich verbessert".
Unmittelbar vor einer Kongressanhörung Mosseris im Jahr 2021 hatte Instagram die Funktion "Mach eine Pause" angekündigt, die Nutzerinnen und Nutzer nach einer festgelegten Zeit daran erinnert, eine Pause beim Scrollen einzulegen. Mosseri hatte damals in einem Blog-Eintrag geschrieben, erste Testergebnisse hätten gezeigt, dass mehr als 90 Prozent der Jugendlichen, die die Pausen-Funktion aktivierten, diese auch eingeschaltet ließen. Unerwähnt ließ er aber, dass gerade einmal ein bis zwei Prozent die Funktion aktiviert hatten.
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