Werner Herzog: »Ein Parteiverbot können nur Kretins fordern«
Wir treffen Werner Herzog, den Haudegen des deutschen Kinos, in einer Villa auf dem Lido di Venezia.
Während des Gesprächs schaut er mehrmals auf die Uhr, weil er gespannt auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist.
Sein neuer Film »Bucking Fastard« feierte im Wettbewerb der Filmbiennale seine Weltpremiere.
Er beruht lose auf der Lebensgeschichte der eineiigen Zwillinge Freda und Greta Chaplin, die in den Achtzigern in England zum Medienphänomen wurden: Sie sprachen unisono, liefen im Gleichschritt, verliebten sich gemeinsam – im Film werden sie von den Schwestern Kate und Rooney Mara gespielt. Über die Lage in Deutschland sagt Herzog: »In zwei Stunden wissen wir mehr.« Dann beginnt das Gespräch.
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