Wichtiger Angestellter - Fifa feuert Infantino-Kritiker!
Rote Karte für Kevin Lamour. Die Fifa hat Betriebsdirektor Kevin Lamour (46) vor die Tür gesetzt. Der Franko-Schweizer hatte jüngst die WM-Pläne seines Bosses Gianni Infantino (56) heftigst kritisiert. Nun das Aus.
„Sky News“ hatte dies berichtet. Die Fifa bestätigte inzwischen die Trennung von Lamour, allerdings ohne Details zu nennen.
Lamour hatte überraschend deutlich die Vermarktungspläne des Fifa-Bosses kritisiert. Er hatte sie als „Projekt einer einzelnen Person“ bezeichnet. Lamour damals: „Dieses Projekt darf nicht nur nicht umgesetzt werden – vielmehr ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen müssen.“
Er war sich über die Schärfe seiner Aussagen komplett im Klaren. Lamour Ende Juli: „Und wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann ist das eben so. Ich werde diese Entscheidung verstehen und respektieren. Aber wenigstens kann ich heute Nacht ruhig schlafen.“ Nun ist es tatsächlich so gekommen.
Die Kritik bezog sich auf den Plan Infantinos, die Fußball-Weltmeisterschaft weiter zu kommerzialisieren, indem er die Vermarktung und Ausrichtung in eine Tochtergesellschaft der Fifa auslagert. Hierbei sollten rund 20 Prozent der Anteile an private Investoren verkauft werden.
Dies wurde besonders von der Uefa sowie den asiatischen und nordamerikanischen Kontinentalverbänden klar abgelehnt. Die Uefa drohte sogar mit einem Boykott sämtlicher Fifa-Turniere. Infantino gab daraufhin sein Vorhaben auf.
Für Infantino gilt es, kein Risiko einzugehen. Im März 2027 stehen die Fifa-Präsidentschaftswahlen an. Noch gibt es keinen Gegenkandidaten für den eloquenten, aber vor allem in Europa sehr umstrittenen Infantino.
Seit 2016 ist Infantino als Nachfolger seines Landsmanns Sepp Blatter (90) Präsident der Fifa. Wenn es keine Änderung der Statuten gibt, welche die Amtszeit eines Präsidenten auf drei Wahlperioden begrenzt, ist für Infantino erst 2031 Schluss. Aktuell ist Infantino der einzige Kandidat. Bis zum 18. November können sich noch weitere Kandidaten aufstellen lassen.
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