10:0 – Preußen gnadenlos - „Kleiner Schulle“ schnürt Viererpack
Hereinspaziert! Drittligist Münster ist leicht und locker in die dritte Runde des Verbandspokals eingezogen. Außenseiter SSV Buer wehrte sich nach besten Kräften, war beim klaren 10:0 der Hausherren aber chancenlos. Einer im „Adlertrikot“ drehte dabei besonders auf…
Sie spielten vor 4000 Zuschauern Katz und Maus mit dem Westfalenligisten, blieben auch im zweiten Durchgang trotz klarer Pausenführung (6:0) immer bissig, griffig und fokussiert.
„Keine Frage, das hat heute richtig Spaß gemacht,“ strahlte Marvin Schulz junior (22) nach dem Abpfiff. Kein Wunder, schließlich erwischte das wuselige Sturmtalent (1,72 m) vor allem in der Hälfte einen Sahnetag. Zunächst gelang ihm innerhalb von 12 Minuten ein blitzsauberer Hattrick (10./13./22.), ehe er auch noch das 5:0 (38.) beisteuerte. Vier Tore in einem Spiel waren ihm zuvor im Profi-Fußball noch nie geglückt!
Die beiden weiteren Treffer gelangen mit Mikail Demirhan (20/35. und 44.) ebenfalls einem der „jungen Wilden“ im Team von Chefcoach Thomas Wörle (44).
Der hatte in dieser „David-gegen-Goliath-Partie“ natürlich die Rotationsmaschine angeworfen und verzichtete zumindest in der Startaufstellung auf zahlreiche seiner Stammkräfte (u.a. Keeper Morten Behrens sowie Antonio Tikvic, Rico Preißinger, Ryan Johansson, Louis Kolbe und Montell Ndikom). Um sie für die bevorstehende schwierige Liga-Aufgabe am Sonntagabend bei Viktoria Köln (19:30 Uhr/Stadion Höhenberg) zu schonen.
Nach dem Wiederanpfiff ging das muntere Toreschießen weiter. Zwar ließ Schulz junior jetzt gleich reihenweise gute Chancen aus („Ich hätte noch drei mehr machen können“), dafür schraubten Wesley Adeh (19/47.), Niklas Varelmann (19/58.), erneut Demirhan mit seiner „dritten Bude“ per feinem Lupfer (80.) sowie Louis Kolbe (22/84.) das Endergebnis auf zweistellig. Der Neuzugang aus Sandhausen holte kurz nach seiner Einwechslung (76.) den Hammer raus und schweißte die Kugel aus über 20 Metern satt ins SSV-Netz.
Wörle war mit dem Auftritt seiner Jungs überaus zufrieden: „Sie haben nie nachgelassen und wollten immer noch mehr. Jeder hat seine Chance genutzt und bewiesen, dass auf ihn Verlass ist,“ so Münsters Coach und weiter, „heute gibt es für einen Trainer nichts zu bemängeln, auch wenn der Gegner unterklassig war. Die 3. Liga ist noch mal eine ganz andere Kategorie. Aber es macht großen Spaß zu sehen, wie sich gerade unsere Talente weiter entwickeln.“
So ganz am Rande: Der Kantersieg gegen Buer war Preußens erster Heimerfolg nach einer langen Durststrecke von exakt 229 Tagen. Den zuvor letzten Triumph im LVM-Preußenstadion hatte es am 31. Oktober 2025 mit 2:1 gegen Holstein Kiel gegeben. Noch in der 2. Liga....
Die dritte Runde im Verbandspokal wird voraussichtlich Mitte Oktober ausgespielt. Gegner ist dann der Gewinner von TuS Hordel (6. Liga) gegen Regionalligist Wattenscheid 09, die am 15. September aufeinander treffen.
Preußen Münster: Harsmann – Zeller, Koulis (68. Preißinger), Varelmann (76. Sertdemir) – Tasov (76. Kolbe), Adeh, Korte, Makridis (46. Scharlau)– Demirhan, Higl (46. Stuhlmacher), Schulz junior.
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