Eine Woche danach: Freunde und Familie trauern gemeinsam um Getötete an Schule
Der Ministerpräsident und viele Trauernde kommen zusammen, um der Opfer der Gewalttat an einer Schule in Gosen-Neu Zittau zu gedenken.
Es soll ein geschützter Raum sein.
Vor genau einer Woche sind an einer Schule in Gosen-Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree) zwei Menschen getötet worden - nun hat der Ort mit einem Trauergottesdienst der beiden Toten gedacht.
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nahm an dem Gedenken nach der Gewalttat teil. „Wir müssen zusammenstehen und den Hinterbliebenen sowie der gesamten Schulfamilie die Unterstützung bieten, die sie in dieser schweren Zeit benötigen“, hatte Woidke am Tag der Tat mitgeteilt.
Ein 19-jähriger Deutscher steht im Verdacht, am vergangenen Donnerstag an der Privatschule in Ostbrandenburg eine 18 Jahre alte Schülerin und einen 30 Jahre alten Erzieher getötet zu haben.
Ihm wird zweifacher Mord vorgeworfen; er sitzt in Untersuchungshaft.
Die Schülerin soll die Ex-Freundin des Tatverdächtigen gewesen sein.
Der Mann soll bei dem Versuch gestorben sein, der Schülerin bei dem Angriff zu helfen.
Minister würdigt engagierten Erzieher: „Sehr, sehr betroffen“ „Ich möchte den Angehörigen der beiden Opfer mein tiefstes Mitgefühl aussprechen und auch der Polizei und den Rettungskräften danken, weil auch für sie war das kein alltäglicher Einsatz“, sagte Innenminister Jan Redmann (CDU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags.
Er würdigte den Erzieher, der ihm zufolge in der Schule und als Fußballtrainer im Ort sehr angesehen war.
Es sei für den 30-Jährigen etwas Normales gewesen, einen Streit „zu schlichten, dazwischenzugehen, sich zu engagieren, nicht wegzusehen, sondern hinzusehen“, so der Minister „Und dass er dieses Engagement mit seinem Leben bezahlt hat, ist etwas, was mich sehr, sehr betroffen macht.“ Geschützter Raum für Menschen, die vom Verlust betroffen sind Ziel des Gottesdienstes war es, „den Menschen, die unmittelbar von dem Verlust betroffen sind, einen geschützten und würdevollen Raum für Trauer und gemeinsames Erinnern zu geben“, hatte Michael Kunz, Sprecher der Academedia Education GmbH, dem Träger der Docemus-Schule, mitgeteilt.
Er bat Medienvertreter, dem Gedenken fernzubleiben.
Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Angehörige sowie Menschen aus der benachbarten öffentlichen Grundschule.
Ursprünglich war für das kommende Wochenende ein Dorffest auf dem Festplatz in Neu Zittau angekündigt.
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