Morgenstern: Katzen und Kanzler
Manches kann man lernen, manches nicht.
Gehört Kanzler sein dazu? Und was streift da für ein Tier durch Bayern? Die Lage am Morgen.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, zwei Dinge erzähle ich mir selbst hier gerade ganz gerne.
Das erste: Ich habe mich langsam an die Hitze in Jakarta gewöhnt.
Das zweite: Ich habe mich langsam an den Schärfegrad des Essens hier gewöhnt.
Beides ist aber leider nur so halb wahr, wie ich im Laufe jeden Tages dann doch merke.
So gerne ich von beiden Herausforderungen so unbeeindruckt wäre wie die Indonesier, ich bekomme immer irgendwann meine Grenzen aufgezeigt.
Ich glaube, ich bin immerhin etwas besser geworden.
Gestern waren es zum Beispiel hier nur 32 Grad anstatt 34, und ich trat aus dem Haus und dachte: Ach, ist ja mal ganz angenehm mild heute! Aber sobald man dann die Einkaufstüte vom Indomaret (quasi dem indonesischen Edeka ) nach Hause schleppt oder zum Bus sprinten muss, ist es mit dem Frischegefühl auch wieder vorbei.
Da steht man im luftigen Sommeroutfit und tupft sich würdelos den Schweiß von der Stirn, während um einen herum alle frisch und adrett aussehen und dabei Jackets, Kapuzenpullis und lange Hosen tragen.
Mit dem Essen bin ich immerhin etwas besser geworden.
An einem der ersten Tage hier hatte mir eine Supermarkt-Verkäuferin Tempeh-Chips empfohlen.
Mit dem Hinweis, dass die allerdings „spicy“ seien.
Sie sah dabei ein wenig besorgt aus.
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