Wegen "Anstiftung zum Hass": Moskau schreibt FAZ-Journalisten zur internationalen Fahndung aus
Vor rund zwei Wochen stellt ein deutscher Journalist dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj eine "missverständlich formulierte" Frage. Russland setzt den Reporter deshalb auf die internationale Fahndungsliste. Spürbare Auswirkungen könnte das für den Gesuchten zumindest in einem Land haben.
Moskau hat einem russischen Bericht zufolge einen Journalisten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) international zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Gericht in Moskau erließ gegen den Korrespondenten einen Haftbefehl, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Ihm werde "Anstiftung zu Hass oder Feindseligkeit" vorgeworfen. Zuvor war der Reporter bereits in Russland auf die Fahndungsliste des Innenministeriums gesetzt worden.
Bei Interpol, dem internationalen Zusammenschluss von Polizeibehörden, ist bislang kein Eintrag zu dem Balkan-Korrespondenten der FAZ zu finden. Ein Eintrag kann zumindest zu längeren Kontrollen bei Grenzübertritten führen. Unklar ist, ob das bislang als russlandfreundlich geltende Serbien - eine Arbeitsregion des Journalisten - das Moskauer Fahndungsgesuch beachten würde.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.n-tv.de — der Inhalt gehört n-tv.