Brennpunkt Ludwigshafen: „Verstecken uns nicht“ - ADD zeigt Präsenz an Krisenschule
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion will die Karolina-Burger-Realschule plus umfassend unterstützen.
Zwei Mitarbeiter sollen ab sofort dauerhaft vor Ort sein.
Nach monatelangen Negativschlagzeilen will die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) den eingeleiteten Neustart an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen eng begleiten.
ADD-Präsident Andreas Kruppert stellte nach Gesprächen in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz einen „Dreiklang aus personellen Veränderungen sowie pädagogischen und strukturellen Maßnahmen“ vor, der die Brennpunktschule in ruhiges Fahrwasser führen soll. „Wir brauchen einen Neustart für diese Schule.
Das sind wir den Schülerinnen und Schülern schuldig“, sagte Kruppert.
In einer größeren Runde wurden demnach Kollegium, Elternschaft und Schülervertreter informiert. „Es war uns wichtig, transparent die Maßnahmen heute hier in der Schule mitzuteilen.
Es sind sicherlich auch Maßnahmen dabei, die es so vielleicht noch nicht gegeben hat“, sagte Kruppert. „Wir werden uns aber nicht an Worten messen lassen, sondern an dem, wie wir es umsetzen, und daran werden wir jetzt hart arbeiten.“ „Grobe Pflichtverletzungen“ Unter anderem sei beim Verwaltungsgericht die Auflösung des örtlichen Personalrats beantragt worden.
Kruppert sprach von einem „absoluten Ausnahmefall“ aufgrund „grober Pflichtverletzungen“, betonte aber den sonst hohen Stellenwert der Gremienarbeit. „Ich hoffe, dass man dann auch in wenigen Wochen sieht, dass wir schon erste Erfolge zu vermelden haben.“ Oberstes Ziel aller Reformen sei das Wohl der Kinder und Jugendlichen sowie die Wiederherstellung des Schulfriedens. „Wir wollen hier einen gemeinsamen Geist auch wieder entfachen, um diese Schule aus diesen schlechten Schlagzeilen herauszuholen“, betonte Kruppert. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir auch in der großen Runde uns noch vor den Herbstferien wieder zusammensetzen werden.“ „Wir wollen gemeinsam Erfolge erzielen“ Ab sofort würden zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADD vor Ort sein. „Es geht überhaupt nicht darum, dass wir in irgendeiner Art und Weise hier die Schule übernehmen oder etwas machen, sondern es geht darum, dass wir mit unterstützen“, unterstrich Kruppert. „Wir verstecken uns nicht, sondern wir gehen hier mit rein.
Wir wollen auch, dass wir hier gemeinsam Erfolge erzielen.“
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