Klingbeil will Steuerbedingungen für Startups verbessern
Jungen Unternehmen fehlt es oft an Geld fürs Wachstum. Finanzminister Klingbeil plant steuerliche Verbesserungen für Startups, um mehr privates Kapital zu mobilisieren.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ( SPD ) will Startups in Deutschland mit besseren steuerlichen Bedingungen unterstützen. Die Bundesregierung werde so dafür sorgen, "dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt", sagte Klingbeil den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag.
Hintergrund für die geplante Verbesserung der steuerlichen Bedingungen für Startups ist demnach, dass junge Unternehmen in Deutschland zu oft am Kapital für den nächsten Wachstumsschritt scheitern.
Klingbeil will sich dem Bericht zufolge am Montag in Berlin beim "Branchendialog Ost" mit Gründern zusammensetzen, um mehr über ihre speziellen Bedürfnisse bei der Unternehmensgründung zu erfahren. Rund 70 Firmen aus der ostdeutschen Startup-Szene hätten zugesagt, eingeladen hat dem RND-Bericht zufolge die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser.
"Ostdeutschland ist Startup-Land", sagte Kaiser den RND-Zeitungen. Ihr Ziel sei, dass das " Dax -Unternehmen von morgen" aus Ostdeutschland komme. Häufig fehle es jedoch an Kapital.
Klingbeil sagte, sein Ziel sei es, "dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können". Der Branchendialog Ost sei dafür der richtige Ort. "Ich will von den Gründerinnen und Gründern selbst hören, was sie brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen." Gemeinsam mit Kaiser arbeite er daran, dass sie diesen Schritt in Deutschland gehen könnten.
Der Finanzminister verwies auf den Zukunftsfonds unter dem Dach des Deutschlandfonds, mit dem Milliarden Euro an Wagniskapital mobilisiert werden sollen.
Außerdem arbeiten "wir gemeinsam mit unseren E6-Partnern daran, in der Spar- und Investitionsunion die Finanzierungsbedingungen europaweit zu verbessern", sagte Klingbeil den RND-Zeitungen mit Blick auf Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen und Spanien.
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