Spiel um WM-Bronze: Wolfenbüttel und Belem: Wie die Basketballerinnen aufstiegen
Dass Deutschlands Frauen um Basketball-Medaillen mitspielen, war vor fünf Jahren nicht absehbar.
Spielerinnen wie Marie Gülich und Leonie Fiebich haben im Nationaltrikot auch andere Zeiten erlebt.
Von der Nische ins Rampenlicht in wenigen Jahren: Wie haben die deutschen Basketballerinnen das geschafft? Selbst nach dem deutlichen 64:86 gegen Frankreich, bei dem sich Leonie Fiebich und Co. im Halbfinale ein Fehlerfestival leisteten, ist der historische Medaillencoup bei der Heim-WM in Berlin weiter in Reichweite.
Bronze bei einer Weltmeisterschaft - was vor wenigen Jahren utopisch klang, ist zum Abschluss des Turniers nur noch 40 Minuten entfernt.
Heute (16.30 Uhr/Magentasport und ProSiebenMAXX) wartet im Spiel um Platz drei Spanien .
Wie sehr der deutsche Frauen -Basketball begeistert, zeigte sich auch und vor allem bei den Halbfinals am Samstag.
12.650 Zuschauer füllten die Halle, unter ihnen Basketball-Ikone Dirk Nowitzki sowie Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder, der die Männer in den vergangenen Jahren zu WM- und EM-Gold führte.
Doch der Weg der Basketballerinnen in die ausverkaufte Berliner Arena war lang und geprägt von Rückschlägen.
Ein Überblick in Spielorten: Wolfenbüttel Zwischen 2011 und 2023 qualifizierte sich das Team für kein einziges großes Turnier.
Auf der Landkarte des Frauen-Basketballs war Deutschland quasi nicht existent.
Viele Partien fanden mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Magentasport-Expertin Ireti Amojo erinnerte sich kürzlich noch einmal an die jüngere Vergangenheit. „Da wurde in einer Schulturnhalle gespielt und es waren kaum mehr als 300 Leute da.
Und das ist echt nicht lange her“, sagte Amojo über eine Partie, die 2023 mit 44:69 gegen Belgien verloren ging.
Tatsächlich waren es zwar etwas mehr als 900 Fans, doch dass der Weg von der Lindenhalle in Wolfenbüttel so schnell zu Basketball-Festen mit über 10.000 Zuschauern in Berlin führen würde, war nicht absehbar.
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