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Kampf um letzte Menschenaffen: Waldbrände auf Borneo: Orang-Utan stirbt an Atemproblemen

Stern ·
Kampf um letzte Menschenaffen: Waldbrände auf Borneo: Orang-Utan stirbt an Atemproblemen

Auf Borneo wüten Waldbrände.

Für die ohnehin bedrohten Orang-Utans wird die Feuer-Saison zur zusätzlichen Gefahr: Ein Tier wird erst gerettet und stirbt dann doch – vermutlich an der Rauchbelastung.

Die Wald- und Flächenbrände auf der Insel Borneo haben einem Orang-Utan offenbar das Leben gekostet.

Das erwachsene Männchen namens Sampurna war zuvor schwer geschwächt auf einer Palmölplantage in der indonesischen Provinz West-Kalimantan gefunden worden, wie das Forstministerium mitteilte.

Wenige Stunden nach seiner Rettung starb der Menschenaffe an schweren Atemproblemen.

Eine Obduktion habe unter anderem Schäden an der Lunge ergeben, die mit längerer Rauchbelastung und akutem Sauerstoffmangel zusammenhängen könnten, schrieb die Behörde.

Auf Borneo wüten seit Wochen immer wieder schwere Waldbrände , die bereits andere Orang-Utans in Gefahr gebracht hatten.

Was war passiert? Anwohner hatten Sampurna am Sonntag im Bezirk Ketapang völlig entkräftet entdeckt.

Als ein gemeinsames Rettungsteam der Naturschutzbehörde BKSDA und der Natur- und Tierschutzorganisation YIARI eintraf, konnte der Orang-Utan nicht mehr aufstehen und rang nach Luft.

Tierärzte versorgten ihn zunächst mit Sauerstoff und Infusionen und brachten ihn anschließend in ein Rehabilitationszentrum von YIARI.

Das YIARI-Zentrum gehört zu den wichtigsten Einrichtungen für den Schutz von Orang-Utans in Indonesien.

Dort werden seit vielen Jahren beschlagnahmte, verletzte und verwaiste Tiere medizinisch versorgt und auf eine Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet.

Sampurnas Zustand verschlechterte sich jedoch rapide.

Kurze Zeit später starb das etwa 20 Jahre alte Männchen. „Wir bedauern zutiefst, dass Sampurna nicht gerettet werden konnte“, sagte Murlan Dameria Pane von der örtlichen Naturschutzbehörde laut Ministerium.

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