Nordkorea: Nordkorea bestätigt Abschuss ballistischer Raketen
Nordkorea hat nach eigenen Angaben bei einer Militärübung am Wochenende mehrere Raketen mit großer Reichweite abgeschossen. Die Tests hätten am Samstag stattgefunden, teilte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA mit. Südkorea hatte ein solches Manöver am Samstag gemeldet.
In dem KCNA-Bericht heißt es, Nordkorea habe »neue Kampfsysteme« genutzt. Dazu gehörten demnach Drohnen, Marschflugkörper sowie Raketenwerfer und ballistische Raketen . Über den genauen Ort der Übung wurde von nordkoreanischer Seite keine Angaben gemacht.
Nach südkoreanischen Angaben hatte Nordkorea am Samstag mehrere ballistische Kurzstreckenraketen von der Stadt Wŏnsan aus in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Diese seien etwa 250 Kilometer weit geflogen, wie der südkoreanische Generalstab mitgeteilt hatte.
Die Raketenstarts waren am Tag nach dem Ende eines fünftägigen Militärmanövers von Südkorea, den USA und Japan erfolgt. Der Schwerpunkt der Übung lag auf möglichen Bedrohungen durch Nordkorea . Die Regierung in Pjöngjang hatte die Manöver in internationalen Gewässern vor der Küste Südkoreas als »Bedrohung« für Nordkorea und andere Länder in der Region bezeichnet.
Auch am 20. August hatte Nordkorea bereits Raketen in Richtung des Japanischen Meeres gefeuert. Zu dem Zeitpunkt hielten die US-Armee und die südkoreanischen Streitkräfte ein jährliches gemeinsames Manöver ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Übung mit Verweis auf hohe Kosten verkürzt und Südkorea als »feindselig« gegenüber Nordkorea bezeichnet.
Trump hatte angekündigt, noch in diesem Jahr Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen zu wollen . In seiner ersten Amtszeit traf Trump Machthaber Kim drei Mal. Hoffnungen auf eine Vereinbarung für eine Denuklearisierung des international weitgehend isolierten Nordkorea erfüllten sich aber nicht.
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