Boxfilm wird zum Kinoflopp - Wieso will keiner diese Sydney Sweeney sehen?
Hollywood (USA) – Millionen Fans vergöttern Sydney Sweeney (28). Und sie lieben sie so, wie sie sie kennen: als freizügige, selbstbewusste „Cassie“ in der Serie „Euphoria“. Auch für das, was sie auf Social Media zeigt. Mit ihrer Unterwäschemarke trifft Sweeney einen Nerv und macht als Unternehmerin Millionen-Umsätze. Jetzt spielt sie eine Boxerin, wird von den Kritikern gelobt – aber in den US-Kinos landet sie trotzdem keinen Volltreffer.
In „Christy“ bricht Sweeney mit ihrem Image und zeigt eine ganz andere Seite. Statt in knappen Dessous ihre Kurven zu zelebrieren, stehen schweißtreibende Trainingsszenen, blaue Flecken und ein radikaler körperlicher Wandel im Mittelpunkt. Für die Rolle der Box-Legende Christy Martin (58) legte Sweeney mehr als 13 Kilo zu und trainierte monatelang. Mit der Rolle scheint sie beweisen zu wollen, dass in ihr weit mehr steckt als ein Hollywood-Sexsymbol. Und erntete für ihre schauspielerische Leistung von den Kritikern Lob.
Mit ihrer gezielten Inszenierung als Model ihrer eigenen Dessousfirma und als heiße „Cassie“ begeistert sie ihre Fans. Doch mit Kurzhaarperücke und Mundschutz bleibt der große Erfolg aus. Das Box-Drama ging an den US-Kinokassen K.o. Zum Startwochenende spielte sie als „Christy“ in mehr als 2000 US-Kinos nur 1,3 Millionen Dollar ein. Zum Vergleich: „Wicked“ mit Ariana Grande (33) startete zeitgleich in den US-Kinos und spielte rund 114 Millionen Dollar ein.
Ob das US-Publikum mit der ungewohnten Sydney Sweeney fremdelt, der schwere Stoff zu viele Zuschauer abschreckt oder schlicht die Konkurrenz an den Kinokassen zu stark ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Jetzt versucht das Biopic sein Glück in den deutschen Kinos (startete Anfang September). Bei uns läuft der Film unter dem Titel: „That’s Why The Lady Is A Champ“.
Die (wahre) Geschichte ist starker Filmstoff: Christy Martin machte in den 90er-Jahren Frauenboxen in den USA populär. Ihr Trainer und späterer Ehemann Jim Martin (Ben Foster, 45) vermarktete ihr Image: Er steckte Christy in eine pinke Boxmontur mit Fransen, sie fuhr einen knallpinken BMW – Christy durfte zuschlagen wie ein Mann, doch verkaufen sollte sie sich wie eine Frau. Hinter dem Erfolg wird ihre Ehe mit Jim immer mehr zum Albtraum. Er kontrolliert ihr Geld und ihr Privatleben, während Christy gleichzeitig ihre Liebe zu Frauen verdrängt. Die Gewalt eskaliert schließlich so sehr, dass ihr eigener Ehemann versucht, sie zu töten.
Nach dem Kinoflop bekam Sydney Sweeney öffentlichen Gegenwind. „Batwoman“-Star Ruby Rose (40) kritisierte, dass Sweeney eine queere Boxerin spielt. Rose behauptete, Sydney habe den Film „ruiniert“. Christy Martin selbst widersprach. Sweeney habe sich für die Rolle „den Hintern aufgerissen“, verteidigte die Box-Legende ihre Darstellerin und bezeichnete sie als Freundin und Verbündete.
An Sydney Sweeney allein dürfte dieser Flop in den USA kaum gelegen haben. Sie trägt das 135-Minuten-Drama, auch wenn es seine Längen hat.
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