Klub von Ex-Bayern-Star im Fokus - Wettskandal im österreichischen Fußball
Klagenfurt – Der österreichische Fußball wird von einem Wettskandal erschüttert! Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat im Fall mutmaßlich manipulierter Fußballspiele Strafanträge gegen drei Männer eingebracht. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Pokal-Spiel des österreichischen Drittligisten Austria Klagenfurt, der mittlerweile von Ex-Bayern-Legende Carsten Jancker (52) trainiert wird.
Konkret geht es um das Erstrunden-Spiel im ÖFB-Cup im Jahr 2020 gegen den oberösterreichischen Regionalligisten Stadl-Paura. Die damals noch zweitklassige Austria gewann mit 7:1 im heimischen Wörthersee-Stadion.
Im Visier der Ermittler stehen drei Männer: ein österreichischer Ex-Funktionär (55), der derzeit wegen Suchtgiftdelikten eine Haftstrafe verbüßt, ein 33-jähriger Montenegriner, der damals als Spieler auf dem Platz gestanden haben soll und dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, sowie ein 43-jähriger Südkoreaner, der beim Regionalligisten als Sponsor auftrat. Der Südkoreaner soll laut österreichischen Medien in Asien hohe Summen auf den entsprechenden Spielausgang gesetzt haben. Genau darin sehen die Ermittler den zentralen Baustein des mutmaßlichen Wettskandals.
Behördensprecher Markus Kitz sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA: „In Asien wird in bar gewettet und in bar ausgezahlt, die Summen waren nicht mehr nachvollziehbar.“ Heißt: Wie viel tatsächlich gewettet und gewonnen wurde, ließ sich nicht mehr ermitteln. Deshalb gehen die Behörden von einem Schaden zwischen 5.000 und 300.000 Euro aus. Ursprünglich hatten die Ermittler den Verdacht, dass mehrere Spiele manipuliert wurden und ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein könnte.
Der Behördensprecher: „Der 55-Jährige, der als einziger teilweise geständig ist, gab an, rund 20.000 Euro verdient zu haben. Damalige Verantwortliche hätten Spielern die Zahlung ausstehender Gehälter sowie eine Prämie von 2.000 Euro in Aussicht gestellt.“
Spieler, die bei der Aktion nicht mitmachen wollten, sollen den Fall schließlich gemeldet haben. Bei einer weiteren Partie von Stadl-Paura gegen den SC Weiz blieb es laut Strafantrag hingegen beim Versuch. Der angeklagte Südkoreaner weist sämtliche Vorwürfe zurück. Er wurde bereits von den asiatischen Behörden befragt.
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