Von Restaurants, Hotels, ... - Wie Sie gefälschte Bewertungen bei Google erkennen
Wer im Urlaub ein Hotel bucht oder ein Restaurant auswählt, verlässt sich oft auf Google-Bewertungen. Doch nicht jede Rezension stammt tatsächlich von echten Gästen. Woran Verbraucher mögliche Fake-Bewertungen erkennen können und warum auch Unternehmen unter manipulierten Rezensionen leiden.
Gefälschte Bewertungen können laut TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) in beide Richtungen wirken: Positive Einträge lassen Hotels oder Restaurants besser erscheinen, als sie tatsächlich sind. Negative Rezensionen können Betrieben dagegen schaden, obwohl die geschilderten Erfahrungen gar nicht stattgefunden haben. Unternehmen haben deshalb die Möglichkeit, Bewertungen bei Google zu beanstanden und unter bestimmten Voraussetzungen löschen zu lassen.
Besonders problematisch sind sogenannte Bewertungsattacken. Dabei überziehen mehrere Personen oder Accounts ein Unternehmen mit negativen Rezensionen. Laut einer Google-Hilfeseite berichten Betroffene sogar von Fällen, in denen anschließend Geld oder andere Gegenleistungen verlangt wurden, damit die schlechten Bewertungen wieder verschwinden.
Seit April 2026 zeigt Google Maps in Deutschland bei bestimmten Unternehmensprofilen an, wie viele Bewertungen im letzten Jahr nach Beschwerden gelöscht wurden. Für Verbraucher ist diese Zahl allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig. Sie verrät nicht, ob die entfernten Bewertungen tatsächlich unzulässig waren.
Ein möglicher Hinweis auf Manipulation sind ungewöhnlich viele Bestbewertungen. Wirkt ein Hotel oder Restaurant nahezu perfekt und sammelt kurz nach der Eröffnung bereits zahlreiche begeisterte Rezensionen, kann das Fragen aufwerfen. Auch auffällige Bewertungswellen zu einem bestimmten Zeitpunkt können ein Signal sein.
Vorsicht ist zudem geboten, wenn in Rezensionen Begriffe wie „Rabatt“, „Discount“ oder „Freigetränk“ auftauchen. Solche Vorteile können die Unabhängigkeit einer Bewertung beeinflussen. Google untersagt Unternehmen zwar Belohnungen für Bewertungen, rechtlich kommt es laut Rechtsanwalt Jan Bartholl aber darauf an, ob Verbraucher dadurch getäuscht werden.
Auch der Text selbst kann Hinweise liefern. Künstlich wirkende Formulierungen, übertrieben werbliche Sprache oder häufige Wiederholungen des vollständigen Unternehmensnamens fallen auf. Selbst sehr lange Erfahrungsberichte sind kein Beleg für Echtheit.
Eine klare Grenze gibt es dennoch nicht immer. Während frei erfundene Rezensionen eindeutig Fake-Bewertungen sind, bleibt die Einordnung mancher Bewertungen aus dem persönlichen Umfeld eines Unternehmens letztlich Ansichtssache.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.