Waffenlager bei Berlin: Behörden vermuten Anschlagsplan - Spur nach Russland
Nach dem Fund eines Waffenlagers in einem Wald bei Berlin gehen die Sicherheitsbehörden von einem geplanten Anschlag aus.
Das sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag in Berlin.
Nach AFP-Informationen steht im Zusammenhang mit dem Waffenfund ein Ukrainer in Rumänien unter Verdacht.
Er soll im Auftrag Russlands mit einem weiteren Ukrainer Sabotageakte geplant haben.
Dobrindts Angaben zufolge erlangte der Verfassungsschutz bereits im vergangenen Oktober Kenntnis von dem Waffenversteck in einem Wald bei Berlin .
Es sei gemeinsam mit dem Berliner Landeskriminalamt entdeckt worden.
In dem Versteck seien „zwei Handfeuerwaffen und entsprechend Munition hinterlegt“ worden, sagte der Bundesinnenminister.
Die Ermittler hätten Waffen und Munition „ausgetauscht beziehungsweise funktionsunfähig gemacht“, um eine mögliche Gefahr auszuschließen, führte Dobrindt weiter aus.
Das Versteck sei anschließend überwacht worden, „um mögliche Abnehmer zu identifizieren“.
Diese Überwachung habe aber kein Ergebnis gebracht: „Es gab keinen Abholer.“ Die Waffen und die Munition seien „sicherlich vorgesehen gewesen, um Anschlagsplanungen durchzuführen“, betonte Dobrindt.
Zum Ziel des möglichen Anschlags lägen noch keine Erkenntnisse vor.
Der Generalbundesanwalt übernahm dem Minister zufolge in dem Fall die Ermittlungen.
Der Verdacht laute auf geheimdienstliche Agententätigkeit und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.
Ein Verdächtiger befinde sich zurzeit in Rumänien in Haft, sagte Dobrindt.
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