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Bloß keine Pott-Blamage - Preußen zum Siegen verdammt

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Bloß keine Pott-Blamage - Preußen zum Siegen verdammt

Die Situation ist umso verzwickter, weil die Aufgabe eauf den ersten Blick ganz einfach erscheint. Drittligist Münster muss am Dienstagabend (19 Uhr) im Westfalenpokal bei der klassentieferen SG Wattenscheid ran. Ist dort klarer Favorit – und kann genau deshalb eigentlich nur verlieren...

Auch wenn die Jungs von Chefcoach Thomas Wörle (44) zuletzt in der Liga gleich fünfmal in Folge nicht mehr gewinnen konnten und sich gerade erst am vergangenen Samstag beim 2:3 in Großaspach – trotz 2:0 (!)-Führung – nach allen Regeln der Kunst auseinanderschrauben ließen, zählen im Lohrheidestadion keine Ausreden. Der Einzug ins Viertelfinale ist Pflicht – basta!

Zumal's auch um eine Menge Kohle geht. Der Sieger in diesem Wettbewerb qualifiziert sich zugleich für die lukrative erste Hauptrunde im DFB-Pokal. Die unterm Strich rund 500.000 Euro in die Klub-Kasse spülen würde.

Fragt sich nur, wie die „Schwarz-Weiß-Grünen“ den hammerharten Knockout in Großaspach mental verkraftet haben. Auf der langen Rückreise herrschte im Mannschaftsbus Totenstille. Auch beim Auslauftraining am nächsten Tag hingen die Köpfe noch tief. Wörle, der von vielen Fans in den sozialen Medien ebenfalls schon scharf kritisiert wird, muss innerhalb weniger Stunden das stark angeknackste Selbstbewusstsein seiner Truppe wieder auf Vordermann bringen. Und die richtigen Schlüsse aus Pleite gegen den Aufsteiger aus Baden-Württemberg ziehen...

Fast sicher: Zwischen den Pfosten wird's einen Wechsel geben. Ersatz-Keeper Matthias Harsman (27), auch in den vergangenen Pokalbegegnungen bereits gesetzt, steht gegen Wattenscheid im Kasten. Ein Einsatz, der für ihn richtungsweisend sein kann. Gelingt dem Sommer-Neuzugang vom SV Rödinghausen eine fehlerfreie Vorstellung, könnte er damit Morten Behrens (29) dauerhaft auf die Bank verbannen. Nach zahlreichen Patzern in den vergangenen Wochen – auch am Samstag hing Preußens Nummer 1 bei zwei Gegentreffern wieder dick mit drin – ist Behrens inzwischen zum echten Wackel-Kandidaten geworden.

Zudem drohen weitere Umstellungen, weil in der Mannschaft offenbar die Grippe grassiert. Wen es wie heftig erwischt hat und zur Zwangspause zwingt, wird sich noch zeigen. So will und kann Wörle sein Aufgebot, in dem Mittelfeldtalent Samuel Althaus (20) definitiv rot-gesperrt fehlt, wohl erst kurz vor der Abfahrt am Dienstagmittag endgültig benennen.

Einer wird wahrscheinlich dabei sein, der exakt 354 Tage auf diesen Moment warten musste – Malik „Batman“ Batmaz (26)! Der Aufstiegs-Knipser von 2024 steht gut ein Jahr nach seinem zweiten Kreuzbandriss beim Zweitliga-Heim-2:1 gegen Holstein Kiel (31.10.2025) vor seiner Kader-Rückkehr. Um – wenn nötig – bei seiner Truppe hinten raus noch einmal für frischen Wind zu sorgen. Wörle bestätigt: „Malik ist nah dran. Auch wenn natürlich eine komplette Partie für ihn sicher zu früh käme.“

Genau das ist noch das Problem von Simon Scherder (33). Preußens Abwehrchef fiebert nach Kreuzbandriss ebenfalls seinem Comeback entgegen, braucht aber aufgrund eines kleinen Reha-Rückfalls (Faserriss) etwas länger als Batmaz. Ärgerlich – Scherder wäre als Münsters „Mr. Wattenscheid“ für den Auftritt in der Lohrheide prädestiniert.

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