Dachverband nimmt Stellung - Gladbach-Fans haben Angst um Borussia
Der „FPMG Supporters Club“ (das frühere Fanprojekt), Borussias Fandachverband mit über 6.500 Mitgliedern, hat sich am Montag mit einer Stellungnahme auf der Website zu Wort gemeldet – weil die Fans offenbar Angst um den Klub haben. Die Anhänger erklären darin nicht nur ihren Blick auf die sportliche Situation nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim. Sondern sie beziehen sich auch auf die Präsidiumsbesetzung und die Derby-Krawalle der letzten Woche.
Im April hatte der Supporters Club bereits gefordert, dass das Präsidium rund um Boss Rainer Bonhof (74) den Weg für eine Neuaufstellung frei macht – damals ohne Erfolg. In seinem aktuellen Statement schließt der FPMG da nun an: „Wir haben an verschiedenen Stellen betont, dass es uns nicht um Palastrevolutionen oder die Installation unverhältnismäßig vieler Fanvertreter in den Gremien geht, sondern wir einzig und allein das Beste für Borussia Mönchengladbach wollen. Mit Blick auf die momentane Lage müssen wir aber unsere Forderung aus dem Frühjahr bekräftigen: Wir versichern jedem, der es mit unserer Borussia hält, dass wir nicht tatenlos zusehen werden, wie unser Verein vor die Wand gefahren wird. In den kommenden Wochen wird von uns dazu zu hören sein. Gleichzeitig stellen wir hier klar, dass wir uns gegen jede Bestrebung stellen werden, wie es sie vor 15 Jahren mit der damaligen Initiative Borussia gab. Wer aus der momentanen Misere Profit schlagen will, um den Verein von außen gegen die Basis der Fans aufzustellen, wird es mit eben jenen Fans zu tun bekommen.“
Sportlich haben die Anhänger den Glauben fast verloren – trotzdem starten sie einen Appell für mehr Unterstützung: „Momentan scheint das Szenario, dass wir bereits irgendwann im Winter die Lichter ausknipsen können, mehr als realistisch. Umso mehr müssen wir uns in den nächsten Spielen hineinwerfen, um entgegen aller Prognosen doch noch irgendwie endlich zu punkten und den Anschluss hinzubekommen.“ Auch zu der Randale einiger Pyro-Idioten beim Bundesliga -Derby in Köln mit sechs Verletzten bezog Gladbachs Dachverband der Fans Stellung: „Auch wenn wir eine klare Haltung zu den Vorkommnissen haben und es keine zwei Meinungen geben kann, dass niemals Menschen durch Pyrotechnik verletzt werden dürfen, erachten wir es im Sinne aller Fans und der Vermeidung künftiger Eklats als unausweichlich, die interne Aufarbeitung und persönliche Gespräche jedem bloßen Floskelstatement und bedeutungslosen Distanzierungen vorzuziehen.“
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