News des Tages: Sicherheitslücken bei Webservern, Aus für Magazin »Emma«, Klimawandel
Wer heute Nachmittag die Internetseiten einer beliebigen deutschen Behörde aufrufen wollte, der hatte in vielen Fällen Pech: »Aus sicherheitstechnischen Gründen ist dieses Webangebot aktuell leider nicht verfügbar«, stand da. Oder: »Wartung. Wir sind bald wieder für Sie da!« Oder einfach nur: »Service Unavailable.« Auch etliche andere Angebote im Netz waren nicht erreichbar: Blogs, Onlineshops, Nachrichtenportale, Krankenhäuser.
Was ist da los? Ist ein gigantischer Cyberangriff im Gange? Bisher handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die eben einen solchen Angriff unmöglich machen soll. Viele Seiten sind aus Sicherheitsgründen vorübergehend vom Netz abgekapselt.
Denn in der Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil der Internetdienste basiert, wurden gravierende Sicherheitslücken entdeckt. Werden sie nicht umgehend gestopft, könnten kriminelle Angreifer sie als Einfallstor nutzen, um die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, Daten abzugreifen oder die Infrastruktur für weitere Cyberattacken zu missbrauchen.
Bevor das passiert, müssen nun so schnell wie möglich Updates installiert werden. Die stehen aber erst seit 16 Uhr zur Verfügung, weswegen sich viele Anbieter in Deutschland und im Ausland entschieden haben, offline zu gehen, bis keine Gefahr mehr besteht.
Die ganze Geschichte lesen Sie hier: Gleich zwei große Sicherheitslücken alarmieren Experten
»Jetzt sind wir ermattet.« Mit diesen Worten verkündet Alice Schwarzer das Ende von »Emma«. Am 8. Dezember soll die letzte Ausgabe erscheinen, dann stellt die ewige Herausgeberin und Chefredakteurin ihr feministisches Magazin nach 50 Jahren ein. Nicht aus wirtschaftlichen Gründen, das ist Schwarzer wichtig zu betonen. Die Auflage sinke zwar, aber die Einnahmen deckten noch immer die Ausgaben. Die inzwischen 83-Jährige sagt: »Wir gehen, weil wir meinen: Es reicht!«
Das würden womöglich auch viele ihrer Kritikerinnen und Kritiker so unterschreiben. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Nach Russlands Überfall auf die Ukraine plädierte Schwarzer wiederholt gegen Waffenlieferungen und für schnelle Friedensverhandlungen, gern auch an der Seite von Sahra Wagenknecht. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj warf sie Provokationen vor. Über den Vorwurf der Täter-Opfer-Umkehr durfte sich Schwarzer da nicht wundern.
Auch mit ihrem Einsatz gegen die »neue Transideologie« oder ihrer Fixierung auf nicht deutsche Straftäter, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht, machte sie sich Feinde. Vor nicht allzu langer Zeit habe die »Emma« noch 30.000 Abonnentinnen gehabt, jetzt sei es noch die Hälfte, räumt Schwarzer in der »Zeit« ein.
Die »Emma« hat zweifellos ihren Platz in der deutschen Emanzipationsgeschichte. Gerade junge Frauen aber dürften sich vom Schwarzer-Feminismus schon lange nicht mehr vertreten fühlen. Das Ende der »Emma« werden sie kaum bedauern.
Eine Ära in Bildern: 50 Jahre »Emma« – 50 Jahre Protest und Kontroversen
1,5 Grad – das ist offiziell das Ziel der Weltgemeinschaft. Um 1,5 Grad Celsius darf sich die Erde im Vergleich zur vorindustriellen Zeit maximal erwärmen.
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