Früchte klein und verbrannt: Keltereien erwarten unterdurchschnittliche Apfelernte
Frost im Frühjahr, Wassermangel und Hitze im Sommer: Keltereien in Sachsen und Sachsen-Anhalt erwarten in diesem Jahr eine geringere Apfelernte.
Keltereien in Sachsen und Sachsen-Anhalt erwarten eine unterdurchschnittliche Apfelernte in diesem Jahr.
Das könne sich aber regional unterscheiden, wie Kathleen Kitsche, Vorsitzende des Fruchtsaftverbands mit Mitgliedern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg, mitteilte.
Demnach erwarte man in der Leipziger Region eine „miese Ernte“ und auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt einen unterdurchschnittlichen Ertrag.
In der Oberlausitz, wo Kitsche ihre Kelterei Kekila betreibt, scheint die Ernte nicht ganz so schlecht auszufallen, wie sie sagte.
Sonne hat Äpfel verbrannt Nachtfröste im Frühjahr ließen demnach Apfelblüten erfrieren und die Trockenheit und Hitze im Sommer taten das Übrige.
Die Äpfel sind laut Kitsche relativ klein und viele fallen zu früh von den Bäumen.
Teilweise seien die Früchte von der Sonne verbrannt. Ähnliches berichtete Matthias Schulz, Geschäftsführer der Süßmost-, Weinkelterei und Edeldestille in Diesdorf in der Altmark (Sachsen-Anhalt).
Der Behang der Bäume in seiner Region unterscheide sich deutlich vom vergangenen Jahr, falle schätzungsweise 15 bis 20 Prozent geringer aus. Äpfel zeigen Spuren von Notreife Viele Äpfel, die seiner Kelterei geliefert werden, sind demnach auf einer Seite unreif und auf der anderen verbrannt.
Oder die Früchte seien durch den Wassermangelstress notgereift - sind also noch nicht ausgewachsen und enthalten viel Stärke und wenig Zucker.
Das sind laut Schulz typische Phänomene für die heißen und trockenen Wetterbedingungen in diesem Sommer.
Schulz rechnet mit einer frühen und kurzen Apfelernte in diesem Jahr.
Die frühen, sauren oder die notgereiften Äpfel lassen sich ihm zufolge etwa für Apfelwein nutzen.
Aus den späten Sorten, die süßer sind, werde Saft gepresst.
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