11. September 2001: Prozess gegen mutmaßlichen Drahtzieher Chalid Scheich Mohammed soll 2028 beginnen
Der Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 und weitere Angeklagte ist für 2028 geplant. Als Termin wurde der 5. Juni 2028 angesetzt, wie aus einer Anordnung des zuständigen Militärrichters hervorgeht . Der Auftakt kann sich aber noch verschieben, weil ihm noch einige Verfahrensentscheidungen vorausgehen. Dabei geht es unter anderem darum, welche Beweise zugelassen werden.
Am 11. September 2001 waren bei dem bislang schlimmsten terroristischen Anschlag in den Vereinigten Staaten rund 3000 Menschen getötet worden. Islamistische Terroristen hatten drei gekaperte Passagierflugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon nahe Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab. Chalid Scheich Mohammed gilt als Chefplaner der Anschläge und soll auch die Kommunikation und die Finanzierung des Vorhabens geregelt haben.
Chalid Scheich Mohammed wurde 2003 in Pakistan festgenommen. Im Anschluss wurde er vom US-Geheimdienst CIA verhört. Einem Bericht des US-Senats zufolge wurde er während der Verhöre gefoltert. 2006 wurde er ins US-Gefangenenlager Guantanamo überstellt. Dort sollte ihm wegen seiner Rolle bei den Anschlägen vom 11. September vor einem Militärtribunal der Prozess gemacht werden. Das Verfahren gegen ihn und mehrere Mitangeklagte verzögerte sich jedoch jahrelang.
24 Min Zur Merkliste hinzufügen Geburtstag einer komplizierten Nation: 250 Jahre USA – gibt es noch was zu feiern? Von Dirk Kurbjuweit 23 Min Zur Merkliste hinzufügen 23 Min Zur Merkliste hinzufügen The New Axis of Evil: DER SPIEGEL Investigation Reveals Deep Military Cooperation between Russia and China 17 Min Zur Merkliste hinzufügen 17 Min Zur Merkliste hinzufügen Das Gefangenenlager befindet sich auf Kuba im US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Das Camp war nach den Anschlägen des 11. September 2001 unter dem republikanischen US-Präsidenten George W. Bush errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Menschenrechtsorganisationen fordern seit Langem die Schließung. Noch immer ist dort jedoch eine kleine Zahl von Häftlingen untergebracht.
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