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Nach Fast-Blamage im Pokal - Wie lange geht die Dzeko-Wette gut?

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Nach Fast-Blamage im Pokal - Wie lange geht die Dzeko-Wette gut?

Gelsenkirchen/Halle – Er kam, traf, legte auf, traf erneut und leitete ein. Edin Dzeko (40) hat bei der Fast-Blamage gegen Regionalligist Halle (5:2 n. V.) Schalke nahezu im Alleingang in die 2. Pokalrunde geschossen. Der Bosnier kam in der 64. Minute als Joker und sorgte dafür, dass die Pott-Offensive plötzlich eine ganz andere Qualität hatte. Seine Präsenz: überirdisch! Doch wie lange geht die Dzeko-Wette gut?

Wie wichtig er für die Mannschaft ist, zeigt, dass er eigentlich nur 15 Minuten spielen sollte. Daraus sind inklusive der Verlängerung aber fast 60 geworden. Weil sich der Bundesliga-Aufsteiger gegen Halle unheimlich schwer tat. Moussa Sylla (26) vergab mehrere Großchancen. Der Malier wachte erst richtig auf, als Dzeko auf dem Platz stand. Loris Karius (33), der sich mehrfach auszeichnete: „Grundsätzlich haben wir zu viele Chancen, mit denen wir den Keeper nicht prüfen – das muss noch besser werden.“

Klar ist: Es wirft kein gutes Licht auf die königsblaue Offensive, dass der 40‑jährige Dzeko ohne große Vorbereitung und mit eigentlich nur einer Viertelstunde im Tank ein Spiel in Kürze an sich reißt und das Niveau zwei Stufen anhebt. Wenn der bosnische Nationalheld (151 Länderspiele) erst bei 100 Prozent ankommt, wird Cheftrainer Miron Muslic nicht auf diese Qualität in der Startelf verzichten können.

Das Problem: Es wäre fahrlässig, ausschließlich auf Dzeko zu setzen. Auch der Routinier wird Pausen benötigen und braucht genau in diesen Phasen seine Kollegen, die ihm den Rücken freihalten. Das hat gegen die großen Vorbereitungsgegner (jeweils 0:3 gegen Bergamo und Madrid) und im Pokal allerdings überhaupt nicht gut funktioniert. Und nach dem Auftakt gegen Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN) kommen eine Woche später die Bayern (5. September, 18.30 Uhr/Sky) in die Veltins-Arena. Da braucht Schalke Dzeko bei 100 Prozent. Und jeden anderen Königsblauen ebenfalls …

Spannend auch das Thema „Moussa Sylla”. Schalke braucht dringend Kohle – kein Geheimnis, dass der Stürmer Verkaufskandidat Nummer 1 ist. Doch noch im Trainingslager vor drei Wochen blockte er ab: „Ich fühle mich auf Schalke wohl, will bleiben und Bundesliga spielen!“

Nach der Fast-Pleite in Halle klingt das plötzlich wieder völlig anders. Auf die Frage, ob er nach Schließung des Transferfensters noch bei Königsblau sein wird, weicht Sylla aus: „Ich muss jetzt nach Hause zu meiner Frau und meinen Kindern. Heute bin ich müde. Das Wichtigste ist der Bundesligaauftakt in Augsburg – für alles andere müsst Ihr mit dem Verein sprechen.“

Fakt ist: Sollte ein Interessent mit einem Millionen-Angebot kommen, würde der Aufsteiger Sylla mit der Schubkarre zu seinem neuen Arbeitgeber bringen.

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