Gewaltkriminalität: Gewalt von Kindern und Jugendlichen - Anstieg an Schulen
Der Anteil von Kindern an Jugendgewalt in Berlin steigt laut aktueller Statistik deutlich.
Besonders Schulen in sozialen Brennpunkten sind betroffen.
Gewalttaten von jungen Menschen haben in Berlin in den vergangenen Jahren zugenommen.
Dabei ist auch der Anteil von Kindern an diesem Gewaltaufkommen, vor allem von 12- und 13-Jährigen, gewachsen.
Spürbar ist das Problem auch an Schulen.
Das geht aus dem aktuellen „Berliner Monitoring Gewaltdelinquenz“ der Arbeitsstelle Gewaltprävention hervor.
Die Auswertung stützt sich auf Zahlen der Kriminalstatistik der Polizei bis zum Jahr 2024.
Demnach stieg die Jugendgewalt in den Jahren 2022 und 2023 deutlich an, über das Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie.
2024 gab es einen leichten Rückgang.
In diesem Jahr wurden rund 10.500 Gewalttaten von Verdächtigen unter 21 Jahren gezählt.
Auffällig war: „Der Anteil der Kinder am Aufkommen von Jugendgewaltdelinquenz ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angestiegen - von 17,8 Prozent im Jahr 2015 auf 27,9 Prozent im Jahr 2024.“ Vor allem bei älteren Kindern knapp unter 14 Jahren gebe es „erhöhten Aufmerksamkeitsbedarf“.
In 80 Prozent der Fälle sind die mutmaßlichen Täter männlich.
Allerdings zeichne sich seit einigen Jahren „ein steigender Anteil von Mädchen“ unter den Tatverdächtigen ab.
Ebenfalls gebe es seit 2022 einen deutlichen und kontinuierlichen Anstieg bei den mutmaßlichen Tätern mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
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