Hayden Panettiere (†36) - Der Moment, als sie ihr Kind weggab
Greenville (USA) – Hollywoodstar Hayden Panettiere († 36) beschrieb drei Monate vor ihrem Tod in ihrer neuen Biografie, wie sie das Sorgerecht für Tochter Kaya an Wladimir Klitschko abtrat. Der Box-Champion äußerte sich in all den Jahren nie dazu, wie er die Situation damals erlebte und sprach über die Mutter seiner Tochter stets in den höchsten Tönen. Zwischen den Zeilen erahnt man eine dunkle Wahrheit.
Sie wollten diesen Tag gemeinsam in Deutschland feiern. Stattdessen sind die Tage voller Trauer, Tränen und Einsamkeit. „Heute ist Haydens Geburtstag“, schrieb Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko (50) am Freitag auf Instagram an seine frühere Verlobte Hayden Panettiere († 36). „Statt ihn so zu feiern, wie wir es geplant hatten, feiern wir heute ihr Leben, ihren Geist und die Liebe, die sie in diese Welt gebracht hat.“ Klitschko war, mit Unterbrechungen, von 2009 bis 2018 mit Panettiere liiert. 2014 kam die gemeinsame Tochter Kaya (11) zur Welt.
Die US-Schauspielerin war vor einer Woche unter ungeklärten Umständen in einer Wohnanlage in Greenville (South Carolina), Tausende Kilometer entfernt von ihrer Tochter, tot aufgefunden worden. Herzstillstand. Ein Gutachten soll klären, ob Drogen eine Rolle spielten. Der Serienstar („Nashville“) kämpfte viele Jahre gegen zerstörende Süchte und die eigenen Abgründe. Es schwebte wie ein Schatten über ihrem Glück.
In ihrer im Frühjahr erschienenen Biografie „This Is Me: A Reckoning“ schildert Panettiere den wohl schwersten Moment ihres Lebens. Der Moment, als sie entschied, ihr Kind abzugeben und ihrem Ex-Verlobten Wladimir Klitschko das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Kaya zu überlassen. Eindringlich schildert sie im Buch ihre Version des Erlebten.
Die Szenen liegen zehn Jahre zurück. Hayden ist zu diesem Zeitpunkt am Boden. Sie kämpft mit Depressionen, Angstzuständen und ihrer Sucht nach Alkohol. Mehrfach war sie bereits in Behandlung. Gleichzeitig zerbricht langsam ihre Beziehung zu Wladimir. Ein Grund sei laut Hayden die Entfernung zwischen Amerika und Europa. Seit der Geburt von Kaya haben Hayden und Wladimir versucht, ihr Familienleben zwischen den Kontinenten zu organisieren. Hayden arbeitet in Nashville, Wladimir lebt und trainiert in Europa. Die Kleine pendelt zwischen ihren Eltern. 2017 fliegt Hayden mit ihrem Vater nach Kiew, um ihre Tochter wiederzusehen. Bei diesem Treffen habe Wladimir sie zu einem Gespräch in einem Hotel in Kiew gebeten.
Hayden schildert es im Buch so: Sie habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmte. „Du verhältst dich komisch“, sagt sie zu ihm. Sie kennt Wladimir seit ihrem 19. Lebensjahr. Seine verschränkten Arme, sein Schweigen – für sie seien das Warnzeichen gewesen. „Ich will dich nicht verletzen. Aber ich brauche dich, um diese Papiere zu unterschreiben.“ Dann schiebt Wladimir laut Hayden einen Stapel Dokumente über den Tisch. Auf Englisch und Ukrainisch. Es sind Sorgerechtsunterlagen. „Willst du das Sorgerecht für Kaya einklagen?“ Wladimir nickt. Der Vater begründet seinen Entschluss mit den Worten: „Ich mache mir Sorgen um Kaya, wenn sie bei dir ist.“ Für Hayden beginnt in diesem Augenblick ein innerer Kampf.
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