Erneuter Fall: Mehr als 20 Verdächtige - Bestechungsfall in Bremer JVA
In einem Bremer Gefängnis sollen Bedienstete Drogen und Lebensmittel für Inhaftierte geschmuggelt haben.
In einem anderen Bundesland gibt es ähnliche Fälle.
Sechs JVA-Beschäftigte, zehn Häftlinge, insgesamt 23 Verdächtige: Wieder ist es zu einem Bestechungsfall in einem Gefängnis gekommen.
Nach jüngsten Fällen in Nordrhein-Westfalen ist nun die Justizvollzugsanstalt Bremen betroffen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 23 Verdächtige, wie die Ermittler mitteilten.
Im Zuge der Ermittlungen sind unter anderem zehn Wohnungen in Bremen und Niedersachsen sowie elf Gefängniszellen in der JVA Bremen-Oslebshausen durchsucht worden.
Ermittlungen auch gegen zehn Häftlinge Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die JVA-Mitarbeiter diverse Gegenstände, darunter Kommunikationsgeräte, Lebensmittel und Drogen in das Gefängnis eingeschleust haben.
Gefangene sollen die Gegenstände dort weiter verkauft oder verteilt haben.
Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge auch gegen zehn Häftlinge, die die Gegenstände in dem Gefängnis verteilt haben sollen.
Wer die weiteren Verdächtigen sind, war zunächst nicht bekannt.
Frank Passade, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bremen , sprach von „Beschuldigten außerhalb dieses Dunstkreises der JVA“.
Die Beweismittel würden aktuell ausgewertet, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Zu der Frage, ob bei den Durchsuchungen Betäubungsmittel gefunden worden seien, könne er „aktuell noch gar keine Angaben machen“.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen unter anderem Bestechung und Bestechlichkeit sowie das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor.
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