Er soll Playmate sexuell missbraucht haben - Hefner warnte FBI bereits 2005 vor Epstein
Los Angeles (USA) – Es ist ein weiteres dunkles Kapitel rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66). Neue Gerichtsunterlagen sorgen jetzt für brisanten Zündstoff, und diesmal geht es um den Playboy-Gründer Hugh Hefner (†91). Dieser soll das FBI bereits 2005 mehrfach vor Epstein gewarnt haben. Laut einer nun geänderten Klageschrift wandte sich Audra Lynne Christiansen (46), Playmate des Monats Oktober 2003, damals an Hefner.
Wie die „New York Post“ jetzt berichtet, soll das Playmate Hefner gegenüber geschildert haben, von Epstein sexuell missbraucht worden zu sein. Außerdem habe sie berichtet, an einen wohlhabenden Freund Epsteins zur sexuellen Ausbeutung vermittelt worden zu sein.
Christiansen lebte 2005 in der berühmten Playboy-Mansion in Beverly Hills. Nach ihrer Darstellung suchte Jeffrey Epstein Kontakt zu ihr, nachdem ihre Playboy-Ausgabe erschienen war. Später sei er sexuell übergriffig geworden. In den Gerichtsunterlagen wird zudem behauptet, Christiansen sei an den inzwischen verstorbenen Casino-Milliardär Stanley Ho (†98) vermittelt worden. Ho galt als einer der mächtigsten Unternehmer Asiens und als „Pate des Glücksspiels“ von Macau.
Christiansen soll Hefner um Hilfe gebeten haben, weil sie davon ausging, dass der Playboy-Gründer über gute Kontakte zu den Behörden verfügte. Laut Klageschrift kontaktierte Hefner daraufhin das FBI „mehrfach“, um die Vorwürfe gegen Epstein zu melden.
Doch erst 15 Jahre nach Hefners Warnungen habe sich das FBI gemeldet. Im Oktober 2020 nahmen die Ermittler Kontakt zu Christiansen auf – mehr als ein Jahr nach Epsteins Tod. Die Vorwürfe stammen aus einer Sammelklage von 32 mutmaßlichen Epstein-Opfern gegen die US-Regierung in Florida.
Das FBI soll im Juni dieses Jahres versucht haben, die Klage abweisen zu lassen. Die Behörde argumentiert demnach unter anderem, nicht verpflichtet zu sein, jedem einzelnen Hinweis nachzugehen. Eine endgültige gerichtliche Entscheidung steht noch aus.
Die neuen Gerichtsunterlagen werfen nun die Frage auf, warum das FBI Hefners Warnungen anscheinend nicht ernst nahm.
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