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20 Jahre mit Make-up ins Bett - Sie schminkte sich nie ab! Dann riss ihre Hornhaut

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20 Jahre mit Make-up ins Bett - Sie schminkte sich nie ab! Dann riss ihre Hornhaut

Abends zu müde zum Abschminken? Für Sarah Koseki, damals 37 Jahre alt, war das fast 20 Jahre lang völlig normal. Heute leidet die US-Amerikanerin an einer chronischen Störung der Drüsen an ihren Augenlidern und bereut ihre frühere Gewohnheit bitter. Gegenüber „ Daily Mail “ schildert sie, welche Höllenqualen sie erleiden musste. Nur, weil sie sich nie abschminkte.

In einem Familienurlaub in Mexiko fühlte sich Sarahs Augenlid plötzlich an, als klebe es „wie Klettverschluss“ an ihrem Augapfel. Beim Versuch, das Auge zu öffnen, durchfuhr sie ein messerscharfer Schmerz. „Ich fand weder mit offenen noch mit geschlossenen Augen Erleichterung. Ich konnte überhaupt nicht schlafen, ich war völlig verzweifelt“, erinnert sie sich.

Zurück in ihrer Heimat Boise im US-Bundesstaat Idaho stellten Ärzte eine Verletzung der Hornhaut fest. Antibiotische Augentropfen und Ruhe halfen zunächst, nach zwei Wochen schien alles verheilt. Doch drei Monate später kehrten die Schmerzen zurück und die Attacken häuften sich. Teilweise litt Sarah 48 Stunden am Stück. Nach mehreren solcher Episoden waren schließlich die Hornhäute beider Augen betroffen.

In einer Spezialklinik bekam sie die Diagnose: Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MGD). Dabei funktionieren kleine Drüsen am Lidrand nicht mehr richtig. Sie produzieren normalerweise eine ölige Substanz, die verhindert, dass der Tränenfilm zu schnell verdunstet. Sind die Drüsen verstopft oder geschädigt, können die Augen stark austrocknen und die Hornhaut anfälliger für Verletzungen werden. MGD gilt als eine wichtige Ursache trockener Augen.

Sarah hatte seit ihrem 18. Lebensjahr häufig ihr Make-up über Nacht auf dem Gesicht gelassen. „Ich ging oft aus und danach einfach ins Bett“, erzählt sie. Weil ihre Haut nie mit Pickeln reagierte, hielt sie die Angewohnheit für harmlos.

Augenchirurg Mfazo Hove erklärt gegenüber „ Daily Mail “, warum Augen-Make-up problematisch sein kann: Die Öffnungen der Meibom-Drüsen liegen direkt am Lidrand. Bleibt dort Make-up über Nacht zurück, kann es Verstopfungen und Entzündungen begünstigen. Er empfiehlt deshalb, Augen-Make-up vor dem Schlafengehen gründlich zu entfernen und Eyeliner nicht regelmäßig direkt auf die innere Lidkante aufzutragen. Wer über Wochen unter trockenen oder tränenden Augen oder verschwommener Sicht leidet, sollte zum Arzt gehen.

Wichtig ist allerdings: Dass das Schlafen mit Make-up allein Sarahs Erkrankung verursacht hat, lässt sich nicht beweisen. Für MGD gibt es zahlreiche weitere Risikofaktoren, darunter Alter, hormonelle Veränderungen, Lidrandentzündungen, Kontaktlinsen und bestimmte Erkrankungen.

Heute verzichtet Sarah fast vollständig auf Augen-Make-up und muss ihre Augen täglich intensiv pflegen. Nach eigenen Angaben benutzt sie unter anderem sechsmal täglich Augentropfen, eine Wärmemaske und vor dem Schlafengehen eine Augensalbe.

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