Portugal nach der WM: Neuer Trainer, alter Plan: Immer weiter mit Ronaldo
In vier Jahren ist Portugal einer der Co-Gastgeber der nächsten WM.
Statt ein neues Team aufzubauen, setzt die stolze Fußball-Nation auf einen 72-jährigen Trainer und ihren scheinbar ewig jungen Star.
So haben sich Portugals Fußball-Fans den Neustart ihrer Nationalmannschaft eher nicht vorgestellt.
Als der Titelverteidiger der Nations League knapp drei Monate nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen den großen Nachbarn Spanien zum ersten Mal wieder zusammenkam, begrüßte der 72-jährige Jorge Jesus im Teamquartier den 41-jährigen Cristiano Ronaldo.
Portugals neuer Trainer und sein scheinbar ewig weiterspielender Superstar sind zusammen 113 Jahre alt.
Im Sommer 2030 sind die Portugiesen ein Co-Gastgeber der nächsten Fußball-WM .
Das ist in der Regel ein guter Anlass für einen Neuaufbau oder eine Zäsur.
BVB-Stürmer: Ronaldo „ist ein Idol“ Mit Jorge Jesus allerdings geht die „Seleção“ leicht ergraut in das erste Nations-League-Spiel gegen Wales an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) sowie das Duell der Stürmerstars zwischen Erling Haaland und Ronaldo am Sonntag (20.45 Uhr/DAZN) in Norwegen.
Der vom neuen Trainer zurückgeholte Stürmer Fabio Silva von Borussia Dortmund freut sich darüber: „Es ist eine Freude, hier zu sein und von Ronaldo zu lernen.
Er ist ein Idol!“, sagte er.
Ansonsten schwindet das Verständnis für Ronaldos Dauerpräsenz in dem fußballbegeisterten Land immer mehr.
Unter dem Titel „Jesus und die Apostel“ veröffentlichte Portugals größte Sportzeitung „A Bola“ dazu einen kritischen Kommentar. „Dankbarkeit rechtfertigt es nicht, dass er mit 41 Jahren weiterhin zwingend nominiert wird, geschweige denn einen Stammplatz in der Nationalmannschaft innehat“, heißt es darin. „Und das auch noch, während er in einer Liga spielt, die eher am Rande des Weltfußballs steht und kaum internationale Bedeutung hat.“ Seit 2023 spielt Ronaldo für den saudi-arabischen Club Al-Nassr.
Sein Trainer dort in der vergangenen Saison: Jorge Jesus.
1000 Tore als Karriereziel Warum Portugals Rekordjäger auch nach 233 Länderspielen, sechs WM- und sechs EM-Teilnahmen immer noch im Nationaltrikot weiterspielt, darüber gibt es verschiedene Mutmaßungen.
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