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Kultur

Wahl in Berlin: „Stadt verändern“: Linke greift in Berlin nach der Macht

Stern ·
Wahl in Berlin: „Stadt verändern“: Linke greift in Berlin nach der Macht

In Berlin steht nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus ein Regierungswechsel an.

Die zwischenzeitlich schon totgesagte Linke jubelt, die CDU kann ihr nicht Paroli bieten.

Das sind die Koalitionsoptionen. „Wir haben Geschichte geschrieben“, ruft Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ihren ausgelassen jubelnden Anhängern zu.

Ihre Partei hat die Berlin -Wahl nach Hochrechnungen von ARD und ZDF überraschend klar vor der CDU gewonnen.

Sie hat nun erstmals die Chance, mit der 45-jährigen Eralp die Regierende Bürgermeisterin zu stellen.

Möglich wäre das in einer Dreierkoalition mit Grünen und SPD.

Erklärtes Ziel von CDU -Spitzenkandidat Stefan Evers war es, ein solches Szenario zu verhindern und das Rote Rathaus für die Union zu verteidigen.

Theoretisch schien das am Abend noch möglich, denn auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD hätte den Zahlen zufolge rechnerisch eine Mehrheit.

Aber die Grünen kündigten an, Rot-Grün-Rot anzustreben, der bisherige schwarz-rote Senat sei abgewählt.

Ein solches linkes Bündnis regierte in der Hauptstadt bereits zwischen 2016 und 2023, allerdings unter SPD-Führung.

Linke doppelt so stark wie 2023 Laut den Hochrechnungen von ARD und ZDF kann die Linke in Berlin mit rund 25 Prozent rechnen - eine Verdopplung im Vergleich zur Wahl 2023.

Die CDU, die seit ihrem damaligen Wahlsieg gemeinsam mit der SPD in Berlin regiert, lag bei etwa 20 Prozent und verlor damit rund 8 Prozentpunkte.

Um Platz drei streiten die Grünen mit rund 15 Prozent und eine erstarkte AfD, die mit 14-16 Prozent aber wohl schwächer abschneidet, als letzte Umfragen es vermuten ließen - und mit der niemand koalieren will.

Die SPD, die in Berlin seit der Wiedervereinigung ununterbrochen mitregiert, fällt den Hochrechnungen zufolge auf 12 Prozent ab - das wäre ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis in der Stadt.

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