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Deutschland

Bürokratie-Irrsinn - Trotz Wohnungsnot! Berlin stoppt Dachausbau

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Bürokratie-Irrsinn - Trotz Wohnungsnot! Berlin stoppt Dachausbau

Berlin – Nachdem BILD über einen Kreuzberger berichtet hatte, der seine Dusche abreißen musste, weil das Amt sie als „Luxus“ einstufte, schaffte es die Geschichte sogar in englische Zeitungen – als absurdes Beispiel deutscher Bürokratie.

Daraufhin meldete sich auch der Münchner Immobilien-Investor Joachim Haedke (56) bei BILD. Ein Branchenkollege hatte ihm den Artikel über die zwangsabgerissene Dusche geschickt – „als Beispiel des völligen Wahnsinns in Berlin“, wie Haedke sagt.

Auch Haedke berichtet von Konflikten mit den Berliner Behörden. Der Münchner besitzt ein Wohnhaus in Neukölln und wollte eine leer stehende Dachgeschosswohnung über eine Treppe mit der darunterliegenden Wohnung verbinden. So sollte zusätzlicher Wohnraum entstehen, der in Berlin dringend gebraucht wird. Die Dachgeschosswohnung durfte er bislang nicht separat vermieten, weil ein zweiter Fluchtweg fehlt. Einen solchen durfte er wegen Denkmalschutzauflagen jedoch nicht bauen. Die aus seiner Sicht naheliegende Lösung, beide Wohnungen miteinander zu verbinden, scheiterte dennoch an den Vorgaben des Landes.

Haedke: „In ganz Deutschland wird so etwas gefördert, nur in Berlin nicht. Speziell in Neukölln darf man den Grundriss einer Wohnung nicht verändern, nicht mal um einen halben Quadratmeter.“

Haedke sagt, Berlin habe im Gegensatz zu Städten wie München oder Stuttgart ausreichend Flächenreserven. „Hier gibt es Platz ohne Ende, man müsste ihn nur bebauen“, sagt er. In seiner Heimatstadt nehme er dagegen eine wachsende Zurückhaltung bei Investoren wahr: „Hier in München sagen die Leute, dass sie keinen Cent mehr in Berlin investieren. Mit den Linken droht dort ja sogar eine Enteignung.“

Haedke: „Was offenbar niemand kapiert: Eine Aktiengesellschaft kann in einer solchen Stadt kaum noch investieren. Denn wenn die Gefahr einer Enteignung besteht, müsste der Vorstand im Zweifel persönlich haften, falls dadurch Verluste entstehen.“ Kopf schüttelnd fügt er ironisch hinzu: „Aber Berlin hat ja keine Wohnungsnot. Berlin hat ja zu viele Quadratmeter.“

Vom Neuköllner Bauamt heißt es zu BILD, man habe die Erweiterung der Wohnung aus „Milieuschutzgründen“ nicht erlaubt. Das heißt: Man wolle verhindern, dass eine Wohnung zu luxuriös wird, da der Vermieter dann womöglich mehr Miete nehmen könnte.

Dabei begrüße das Bezirksamt „die Schaffung von Wohnraum ausdrücklich“ und unterstütze dies „an vielen Stellen aktiv“, heißt es. Dabei müssten aber „planungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Vorschriften“ beachtet werden.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie der Milieuschutz „Luxus“ verhindern soll, erlebte ein BILD-Leser im Prenzlauer Berg. Für sich, seine Frau und die beiden Kinder suchte er eine größere Wohnung im Kiez, weil die Kinder dort zur Schule gehen und nicht aus ihrem vertrauten Umfeld gerissen werden sollten.

Wichtig war der Familie dabei ein zweites WC. In der bisherigen Wohnung führte morgens oft nur eine Toilette für alle vier Familienmitglieder zu Staus. Doch gerade Wohnungen mit zwei WCs sind im Prenzlauer Berg selten.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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