Russland wählt neues Parlament inmitten des Ukraine-Kriegs
Erstmals seit dem Beginn der Offensive in der Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren wird in Russland ein neues Parlament gewählt.
Der dreitägige Urnengang begann am Freitagmorgen (08.00 Uhr Ortszeit, Donnerstag 22.00 Uhr MESZ) im fernen Osten Russlands, wie die russischen Nachrichtenagenturen RIA Nowosti und Tass meldeten.
Bei der Abstimmung gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin sicher, dennoch gilt die Wahl auch als Stimmungstest.
Die ersten Wahllokale öffneten auf der Halbinsel Kamtschatka und in Tschukotka.
Bei der Abstimmung über die 450 Sitze in der Staatsduma, die bis Sonntag in elf Zeitzonen abgehalten wird, sind neben Putins Partei Geeintes Russland nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.
Die Anti-Kriegspartei Jabloko wurde im vergangenen Monat von der Wahl ausgeschlossen.
Neben der Parlamentswahl finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt.
Auch in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine wird der Urnengang abgehalten.
Erste Ergebnisse werden nach dem Schließen der Wahllokale am Sonntag (20.00 Uhr MESZ) erwartet.
Moskau unterbindet Kritik an seinem Armeeeinsatz in der Ukraine.
Die Wahl bietet dem Kreml die Möglichkeit, die Unterstützung für den den Konflikt zu messen, der zunehmend Auswirkungen die russische Zivilbevölkerung hat.
Neben der wirtschaftlichen Stagnation auch durch die vom Westen verhängten Sanktionen haben zuletzt ukrainische Vergeltungsangriffe auf russischem Gebiet zugenommen.
In der Nacht zu Freitag fing Russland nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zahlreiche ukrainische Drohnen ab.
Die „meisten“ der gut 350 unbemannten Fluggeräte, die sich auf Moskau zubewegt hätten, seien Berichten zufolge „am äußeren Verteidigungskreis“ zerstört worden, erklärte Sobjanin.
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