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Fußball-Bundesliga: Referee räumt Irrtum ein: Keine Sperre für Elversberg-Coach

Stern ·
Fußball-Bundesliga: Referee räumt Irrtum ein: Keine Sperre für Elversberg-Coach

Elversbergs Trainer Vincent Wagner darf trotz seiner Gelb-Roten Karte gegen den FC Bayern auf der Bank sitzen.

Ein zweiter Einspruch gegen die Sperre ist erfolgreich, weil der Referee Größe zeigt.

Erleichtert und dankbar trat Vincent Wagner nach seinem bemerkenswerten Freispruch vor dem DFB-Sportgericht die Rückreise ins Saarland an. „Großer Dank und Respekt an Martin Petersen und die Regelexperten“, sagte der Trainer des Bundesliga-Aufsteigers SV Elversberg nach der Aufhebung seiner Sperre für das Highlight-Duell mit Rekordmeister Bayern München. „Es ging ja wirklich nur darum, ob es einen Wahrnehmungsfehler gab oder nicht.

Und das haben beide festgestellt.

Wenn man von Fair Play redet, dann war das ein Beispiel dafür.“ Weil Schiedsrichter Martin Petersen in der mündlichen Verhandlung menschliche Größe zeigte und einen Irrtum einräumte, gewann Wagner den Kampf gegen seine automatische Sperre nach der Gelb-Roten Karte im Spiel bei Borussia Mönchengladbach (4:3) am vergangenen Samstag. „Das hat dem Sportgericht die Möglichkeit gegeben, die zweite Gelbe Karte zurückzunehmen.

Jetzt freue ich mich auf den großen FC Bayern“, sagte der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer mit Blick auf die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN).

Das dreiköpfige Gremium unter dem Vorsitz von Stephan Oberholz hatte sich ein ausführliches Bild gemacht und dann entschieden: „Der gegen Vincent Wagner ausgesprochene Feldverweis wird aufgehoben.

Eine automatische Sperre entfällt.“ Oberholz verwies zugleich darauf, dass dieses Urteil „die absolute Ausnahme“ und nur deshalb möglich sei, weil der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt habe.

Referee bezeichnet Gelb-Rot als Fehler In der mündlichen Verhandlung bezeichnete der per Video zugeschaltete Petersen den Platzverweis als Fehler. „Im Nachgang empfand ich meine Reaktion als unangemessen.

Ich würde die Entscheidung nicht noch einmal so treffen.

Ich war vielleicht zu sensibel und habe die Situation falsch interpretiert“, sagte der Unparteiische.

Der zuvor bereits verwarnte Wagner hatte beim 4:3-Sieg der Saarländer in Mönchengladbach von Petersen nach dem Betreten des Spielfeldes in der Halbzeitpause wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte gesehen, obwohl er den Referee weder körperlich noch verbal attackiert hatte.

Ein erster Einspruch des Aufsteigers gegen die aus dem Feldverweis resultierende Sperre war vom DFB abgewiesen worden.

Auch der ehemalige Referee Marco Fritz, der in der DFB-Schiri GmbH für Regelfragen zuständig ist, sprach von einer Fehlentscheidung. „Ich kann nichts feststellen, was eine Gelb-Rote Karte rechtfertigt.

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