Social-Media-Sucht: Instagram und Facebook führen Zeitsperren für Teenager ein
Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sind umfangreiche Änderungen bei den Onlinenetzwerken Instagram und Facebook geplant - allerdings vorerst nur in den USA.
Der Mutterkonzern Meta machte die Zugeständnisse am Mittwoch in einem Vergleich mit US-Bundesstaaten.
Das Unternehmen von Mark Zuckerberg will in diesem Rahmen zudem bis zu 16,7 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro) zahlen.
Der Konzern sagte Zeitbeschränkungen für die Nutzung von Instagram und Facebook durch Minderjährige zu sowie nächtliche Zugangssperren.
So sollen Teenager die Apps nur noch zwei Stunden pro Tag nutzen dürfen.
Zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens sollen sie gar keinen Zugriff mehr haben.
Darüber hinaus sind weitere Neuerungen geplant: Die Zahl der „Gefällt mir"-Reaktionen soll minderjährigen Nutzern verborgen bleiben.
Tabu sind künftig zudem Filter, die Gesichter künstlich glätten und attraktiver machen.
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta begrüßte das Einlenken des Unternehmens: „Meta hat zugestimmt, massive Veränderungen vorzunehmen, die das Risiko von Schäden durch seine Plattformen verringern werden - und das innerhalb weniger Monate“, erklärte er.
In den Unterlagen heißt es, der Vergleich stelle kein Schuldeingeständnis durch Meta dar.
Insgesamt 29 US-Bundesstaaten hatten Meta vor einem kalifornischen Gericht wegen Suchtgefahren verklagt.
Sie verlangten eine Geldbuße von 200 Milliarden Dollar und umfangreiche Änderungen an den Algorithmen.
Wenn das zuständige Bundesgericht im kalifornischen Oakland zustimmt, endet der seit zwei Wochen laufende Prozess.
Meta drängte Plattformen wie Snapchat, Tiktok und Youtube zu ähnlichen Änderungen.
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