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Kultur

Spazieren zum Connecten: Gemeinsam statt einsam: Warum es Clubs zum Spazieren gibt

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Spazieren zum Connecten: Gemeinsam statt einsam: Warum es Clubs zum Spazieren gibt

Vom mulmigen Gefühl zur neuen Clique: Wie das Spazieren durch die eigene Stadt dabei helfen kann, neue Menschen kennenzulernen.

Eine Kolonne von Spaziergängern zieht an einem Freitagabend durch die Dämmerung in der Dresdner Innenstadt.

Junge und ältere Menschen laufen nebeneinander.

Manche halten einen Getränkebecher in der Hand, einige sind mit Lichterketten geschmückt, andere haben ihre Hunde dabei.

In kleinen Gruppen unterhalten sie sich - hier noch verhalten, dort schon lebhaft.

Was Passanten hier in der Dresdner Innenstadt beobachten können, ist der noch junge Dresdner Spazierclub, den Konrad Höferth nach eigenen Angaben im Juli dieses Jahres ins Leben gerufen hat. „Einfach, weil ich selber Lust hatte, neue Leute kennenzulernen, weil mein Freundeskreis schon sehr begrenzt ist“, sagt Höferth.

Alle Freunde, die er habe, kenne er über die Arbeit.

Neues Format, aber kein Boom Spazierclubs werden über Social Media bekannt: Nach und nach gibt es sie in immer mehr Städten, zum Beispiel auch in Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main, Hamburg oder Oldenburg.

Zum Teil kommen nach Veranstalterangaben Hunderte Menschen zusammen.

Trotz der schnellen Verbreitung: Von einem Boom der Clubs würde der Sport- und Sozialpsychologe Jens Kleinert von der Deutschen Sporthochschule in Köln nicht sprechen: „Ich würde einfach von einem neuen Format reden, was einfach die gesamte Bandbreite von möglichen Angeboten auf eine schöne, nette Art ergänzt.“ Eine Überwindung, Leute anzusprechen In Dresden kennt ein sogenanntes Awareness-Team die Route, führt die Gruppe und steht jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ein Moderator stellt unterwegs Fragen oder Aufgaben, damit die Teilnehmer ins Gespräch kommen. „Alle wollen das Gleiche und trauen sich bloß nicht.

Wir sorgen dafür, dass das eben nicht das Hindernis ist, dann wirklich neue Leute kennenzulernen“, erklärt Höferth diese Hilfestellungen. „Ab der Hälfte vom Walk hat wirklich jeder jemanden zum Quatschen und vielleicht sogar schon einen neuen Freund kennengelernt.“ Die 26-jährige Vi-Anh hat den Club auf Instagram entdeckt und ist seit dem zweiten Spaziergang dabei.

Zu ihrem ersten Treffen wollte sie mit einer Freundin kommen.

Die sagte jedoch ab, also ging sie allein. „Ich hatte dann echt ein mulmiges Gefühl am Anfang, aber das ging dann ganz schnell weg“, erinnert sie sich. „Es hat dort keine zwei Minuten gedauert, bis mich die ersten angesprochen haben.“ Inzwischen habe sie durch den Spazierclub auch schon neue Freunde kennengelernt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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