Forschungserfolg treibt Aktien von Moderna & Co.
Marktbericht Erfolgreiche Studie Fortschritt bei Impfstoff gegen Hautkrebs treibt Aktien Stand: 20.08.2026 • 14:34 Uhr
Die beiden US-Pharma-Unternehmen Moderna und Merck haben möglicherweise einen Durchbruch bei einem potenziellen Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs erreicht. Das kommt bei Anlegern und Analysten gut an.
Eine erfolgreiche Studie zu einem Impfstoff gegen Hautkrebs sorgt angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebs-Fällen beziehungsweise Behandlungen für Aufsehen: In den USA konnte Unternehmensangaben zufolge nachgewiesen werden, dass der personalisierte Krebs-Impfstoff Intismeran Autogene kombiniert mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co. das Wiederauftreten von Melanomen reduziert.
Eine klinische Studie zum Test des therapeutischen Impfstoffes lieferte positive Resultate. mehr
Damit sei das primäre Studienziel bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs erreicht worden, heißt es weiter. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das Experten zufolge ein wichtiger Meilenstein.
Es handelt sich dabei um individuell angepasste Impfstoffe. Sie sollen dem Körper den genetischen Bauplan für tumorspezifische Proteine liefern. Und dem Immunsystem der Krebspatienten so ermöglichen, nach Operationen verbliebene Krebszellen gezielt zu erkennen und zu zerstören.
Ein neuer mRNA-Ansatz zeigt vielversprechende Ergebnisse. Von einem Durchbruch wollen Experten dennoch nicht sprechen. mehr
Analyst Luca Issi von der kanadischen Bank RBC sprach angesichts der erfolgreichen Studie von einem kolossalen Durchbruch und hervorragenden Neuigkeiten für Patienten.
Mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments sieht Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro. Er glaubt, die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für den gesamten Bereich der mRNA-Onkologie.
"Gelingt der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könnte sich der adressierbare Markt erheblich vergrößern", sagt Wienke. Allerdings gibt der Analyst zu bedenken: "Der Weg von einer erfolgreichen Studie zu einem profitablen Produkt bleibt lang."
US-Pharmakonzern Moderna will in Deutschland investieren und zeigt Interesse an BioNTech-Werken. mehr
Nach Bekanntwerden der Ergebnisse waren die in den USA gelisteten Papiere von Moderna am Mittwoch um 177 Prozent nach oben geschnellt.
Die Aktien des US-Pharma-Unternehmens Merck & Co., mit denen Moderna bei der Herstellung kooperiert, legten zweistellig zu. Heute gaben zahlreiche Analysten positive Empfehlungen ab. Im vorbörslichen Wallstreet-Handel präsentieren sich die Aktien beider Pharma-Unternehmen schwächer. Offenbar streichen einige Investoren Gewinne ein.
Die Nachricht wirkte sich auch positiv auf den Konkurrenten BioNTech mit Sitz in Mainz aus. Die Unternehmen arbeiten parallel an der Entwicklung moderner, individualisierter Krebstherapien.
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