Musik: Talente und volle Clubs: Reeperbahn-Festival lockt Tausende
Das Reeperbahn-Festival will neue Musik zu den Menschen und den Labels bringen.
Nachwuchskünstler aus mehr als 40 Ländern traten dafür in den Hamburger Clubs auf.
Das hat Lust auf mehr gemacht.
Musikalische Neuentdeckungen, lange Schlangen vor den Clubs der Stadt und ausgelassene Stimmung im Hamburger Kiez - das Reeperbahn- Festival hat wieder Tausende musikbegeisterte Menschen an die Elbe gelockt.
Rund 45.000 Besucherinnen und Besucher erlebten vier Tage lang ein Programm mit etwa 540 Konzerten von etwa 425 Acts aus 44 Ländern in mehr als 40 Spielstätten.
Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr aber nicht nur die aufstrebenden Talente, die auf eine internationale Karriere und Konzerte in großen Hallen hoffen.
Die 21.
Ausgabe stand auch im Zeichen der eigenen Relevanz und dem Blick in die Zukunft.
Hintergrund war auch, dass dem Club- und Branchen-Festival, das als internationaler Leuchtturm für die Musikbranche gilt, zuletzt Fördermittel des Bundes gestrichen wurden und weitere Kürzungen angedacht sind.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will damit erreichen, dass Hamburg künftig mehr zahlt, weil die Stadt ihm zufolge auch vom Festival profitiert.
Festivalmacher hoffen auf geringere Kürzung durch den Bund Bereits zur Eröffnung gab es für die Festivalmacher in Hamburg in der Hinsicht allerdings einen kleinen Lichtblick: Sie hätten die Sorgen gehört und nähmen sie ernst, sagte Staatssekretär Björn Böhning vom Bundesfinanzministerium in seiner Rede.
Er könne noch nichts bestätigen: „Aber wir tun unser Bestes für nächstes Jahr“.
Zugleich betonte er, dass keine vergleichbare Veranstaltung so viel Geld vom Bund bekomme wie das Reeperbahn -Festival.
Weimer hatte laut Festivalchef Alexander Schulz dem Festival mit seinen mehr als 500 Konzerten für dieses Jahr Mittel von 1,5 Millionen Euro gestrichen.
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