Hoch in der Luft - Trainer verrät kuriose Verletzung bei St. Pauli
Über den Wolken ... verletzte sich St. Paulis Japaner Tomoya Ando (27). Der Verteidiger brach anschließend den Trip in sein Heimatland vorzeitig ab. Ohne ein Länderspiel! „Ando hatte Rückenprobleme, als er in Japan aus dem Flugzeug ausgestiegen ist. Er konnte ein, zwei Tage nur liegen, nicht richtig laufen. Deswegen hatten wir die schlimmsten Befürchtungen“, erklärt St. Paulis Cheftrainer Marcel Rapp (47).
Die Sorgen beim Klub waren unbegründet. Rapp: „Ando ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Es ist nichts Gravierendes mit seinem Rücken, er hat am Freitag normal mittrainiert.“ Gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) kommt er trotzdem nicht zum Einsatz. Der Stammspieler muss seine Gelb-Rot-Sperre aus der letzten Zweitliga -Partie in Cottbus (1:1) abbrummen.
Auch Abwehr-Kollege Marcus Mathisen (30) muss weiter aussetzen. Der Däne hat nach drei Wochen Länderspiel-Pause noch Probleme mit der Plantarfaszie an der Fußsohle. Gut: Branimir Hrgota (33/Ferse) ist wieder einsatzfähig, Connor Metcalfe (26/Australien) und Eric Smith (29/Schweden) sind verletzungsfrei von ihren Nationalteams zurückgekehrt und auch Taichi Hara (27) und Scott Banks (25/beide Infekt) konnten wieder trainieren.
Für Rapp ist der KSC „eines der besonderen Spiele. Das ist meine Heimat, da bin ich fußballerisch sozialisiert worden.“ Der Coach wuchs im 30 Kilometer entfernten Pforzheim auf, spielte ab der U17 sechs Jahre für Karlsruhe, machte dort acht seiner neun Zweitliga-Spiele. Lange her und bei Anpfiff völlig vergessen.
Dann zählt nur der Gegner KSC. Was erwartet St. Pauli da? Rapp: „Die werden uns anlaufen. Wir werden keine 25 Ballkontakte haben, bevor wir einen Angriff spielen. Da müssen wir mit schnellerem Spiel anfangen.“ Das kann sich im Verlaufe des Spiels ändern. Denn: „Es ist auch eine Mannschaft, die sich im Ballbesitz etwas einfallen lässt. Da haben wir Lösungen, die haben wir den Jungs gezeigt. Jetzt werden wir Sonntag sehen, ob’s funktioniert.“
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